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Wissenschaftler befragen Dresdner Haushalte zur Mobilität

Zufallsauswahl aus Einwohnerregister ? Stadtverwaltung bittet um Teilnahme

Wie erreichen Sie Ihren Arbeitsplatz, die Schule oder den Kindergarten? Wie lang sind diese Wege und sind Sie zu Fuß unterwegs, mit Bus oder Bahn oder per Auto? Diese und weitere Fragen sind Teil einer Befragung, die die Technische Universität Dresden im Auftrag der Stadt Dresden ausgewählten Dresdnerinnen und Dresdnern stellen wird. Mithilfe der Haushaltsbefragung ?Mobilität in Dresden ? SrV 2018? ermitteln die Forscher des Lehrstuhles für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik zahlreiche Mobilitätskennziffern, zum Beispiel zu Motorisierung und Führerscheinbesitz, Wahl und Zweck des Verkehrsmittels, Reisezeiten und Pendlerströmen. Die Haushaltsbefragung läuft in zahlreichen deutschen Städten gleichzeitig.

?Dresden verfolgt eine nachhaltige, urbane Mobilitätsplanung. Durch regelmäßige Verkehrserhebungen gewinnen wir gesicherte Erkenntnisse über die aktuelle und zukünftige Verkehrsentwicklung. Kontinuierliche Befragungen machen es möglich, das Verkehrsverhalten über längere Zeiträume hinweg zu erfassen und damit Zeitreihen aufzubauen, die eine Trendabschätzung in die Zukunft ermöglichen, beispielsweise zur Nutzung von Carsharing-Angeboten und Elektrofahrrädern?, erläutert Schmidt-Lamontain.

Für die Landeshauptstadt Dresden wird diese Erhebung seit 35 Jahren etwa alle fünf Jahre durchgeführt. Seit 2003 beteiligt sich der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) an der Untersuchung, so dass auch das Umland von Dresden betrachtet werden kann. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) beteiligen sich ebenfalls. Die drei Partner haben einen umfassenden Datenaustausch vereinbart, um das Gesamtbild der Erhebung allen Beteiligten zugänglich zu machen, zum Beispiel für die Umsetzung der Ziele des Verkehrsentwicklungsplanes 2025plus. Außerdem eignen sich die Informationen sehr gut zur Erfolgskontrolle von Verkehrsprojekten im Stadtgebiet und im Umland, wie zum Beispiel dem Ausbau der S-Bahn im Elbtal. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Herbst 2019 vorliegen. Daraus können Forscher, Verwaltung und Verkehrsunternehmen weitere Planungen und Maßnahmen ableiten.

Für die Befragung werden aus dem Einwohnermelderegister per Zufallsverfahren ca. 3 200 Adressen gezogen. Die ausgewählten Personen erhalten einen Informationsbrief und können die Fragen später in einem Telefoninterview oder mittels Online-Fragebogen beantworten. Verkehrsbürgermeister Schmidt-Lamontain bittet die Dresdnerinnen und Dresdner sich zu beteiligen, wenn sie zur Befragung eingeladen werden: ?Verkehrsplanung hat die Aufgabe, allen Bevölkerungsgruppen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Daher ist es wichtig, die Mobilitätsbedürfnisse aller Menschen zu kennen. Das ist nur möglich, wenn möglichst viele an der Befragung teilnehmen und über ihr Verkehrsverhalten Auskunft geben.? Die Kosten für die Mobilitätsbefragung belaufen sich für die Landeshauptstadt Dresden auf ca. 40 000 Euro.

Die Inhalte und Ziele der Befragung stellte Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, am Mittwoch, 31. Januar, gemeinsam mit dem Leiter der Abteilung Verkehrsentwicklungsplanung im Stadtplanungsamt Dr. Matthias Mohaupt sowie dem Leiter des Forschungsfeldes Verkehrsnachfrage und Mobilität an der TU Dresden Dr.-Ing. Frank Ließke vor.

geschrieben am: 31.01.2018
Redaktion DD-INside.com


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