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Dresdens biologische Vielfalt erhalten, fördern und erleben

Landeshauptstadt stellt Strategie für Biodiversität vor und erarbeitet Naturschutzgroßprojekt

?Stadtnatur mit Perspektive?? so heißt die neue Strategie für biologische Vielfalt der Landeshauptstadt Dresden. Unter Federführung des Umweltamtes und mit Beiträgen zahlreicher Mitwirkender stellt sie Besonderheiten der Dresdner Stadtnatur sowie der hiesigen Naturschutzaktivitäten und Ziele gebündelt vor.
Dresden befindet sich wie die meisten Städte in einem permanenten Entwicklungsprozess, erläutert Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen den Anlass für die Erarbeitung der Strategie: ?Damit verbunden ist ein höherer Bedarf an Wohnraum, Arbeitsplätzen und Infrastruktur. Folglich nimmt die Flächenversiegelung kontinuierlich zu und die Herausforderungen an die Bewahrung der grünen Infrastruktur und der biologischen Vielfalt steigen.?

?Angesichts des fortschreitenden Verlustes der Artenvielfalt gewinnen Bemühungen zu ihrem Schutz weiter an großer Bedeutung. Städte und Gemeinden tragen eine wesentliche Verantwortung für die biologische Vielfalt. Wir haben konkrete Handlungsmöglichkeiten in Planungs-, Verwaltungs- und Entscheidungsprozessen. Gute Planungsgrundlagen sind für eine bleibende und effiziente Biodiversitätsentwicklung in der Stadt unverzichtbar. Ergänzend zu Landschaftsplan und umweltfachlichen und gesetzlich fixierten Planungen ist die kommunale Biodiversitätsstrategie hierfür ein wichtiges Instrument?, erläutert Jähnigen die Funktion der Strategie.

Die Strategie lebt jedoch von ihrer Umsetzung durch Stadtverwaltung und durch die Dresdnerinnen und Dresdner, so die Umweltbürgermeisterin: ?Umso erfreulicher ist es, dass auch in Dresden die Zahl privater Initiativen zum Erhalt und zur Stärkung der biologischen Vielfalt stetig wächst. Viele Bürgerinnen und Bürger sowie Initiativen und Verbände engagieren sich mit großem persönlichen Einsatz für Pflege und Erhalt der Stadtnatur. Große, aber auch zahlreiche kleine Projekte tragen dazu bei, unserem Bedürfnis nach Natur und einem ?grünen? und artenreichen Wohn- und Arbeitsumfeld Rechnung zu tragen.?
Die Strategie ist Teil einer Stadtratsvorlage und wird am Montag, 27. Juni erstmals im Umweltausschuss besprochen. Darin wird auch vorgeschlagen, dem Netzwerk ?Kommunen für biologische Vielfalt e.V.? beizutreten. Dem Bündnis haben sich bereits mehr als 340 Kommunen in Deutschland angeschlossen ? darunter auch fünf in Sachsen. 
Darüber hinaus sollen zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie und des vom Stadtrat beschlossenen Landschaftsplans Fördermittel bei Bund und Land beantragt werden.

 ?Wir beabsichtigen dazu, in den kommenden Jahren das Naturschutzprojekt ?DresdenNATUR - Zwischen Elbtal, Binnendünen und Hochland? durchzuführen,? erklärt Anke Weber, Abteilungsleiterin Stadtökologie im Umweltamt. ?Dazu haben bereits Vorgespräche mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klima, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) stattgefunden. Das Großprojekt soll nach einem dreijährigen Planungszeitraum in sieben Schwerpunktgebieten des Offenlandes, wie dem Elbraum, dem Heller und weiteren vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Bereichen umgesetzt werden,? ergänzt Weber. 
Das Projekt ist für einen Zeitraum von zehn Jahren ausgelegt. Ziel ist der dauerhafte Erhalt von naturnahen Landschaften sowie die Sicherung und Entwicklung von Kulturlandschaften mit herausragenden Lebensräumen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Die Durchführung eines solchen Naturschutzgroßprojektes bedeutet ? abgesehen von umfangreichen Mittelzuweisungen aus dem Bundes- und dem Landeshaushalt ? einen überaus großen Imagegewinn für Dresden. Aktuell gibt es nur ein einziges Naturschutzgroßprojekt des Bundes in einer Großstadt ?  und zwar in Hamburg.

Weitere Informationen sind unter www.dresden.de/artenvielfalt abrufbar.

geschrieben am: 22.06.2022
Redaktion DD-INside.com


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