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Betrug mit ausgespähten Kartendaten nimmt zu

Der Betrug mit ausgespähten Daten von Bankkarten, das sogenannte Skimming, ist in Sachsen weiter auf dem Vormarsch. Nach Informationen von «Radio Dresden» vom Sonntag hat es im Freistaat von Januar bis Juni bereits 38 nachgewiesene Fälle gegeben, bei denen Geldautomaten und Türöffner zum Betreten des Selbstbedienungsbereiches von Kreditinstituten durch Kriminelle manipuliert worden sind.

Dresden . Der Betrug mit ausgespähten Daten von Bankkarten, das sogenannte Skimming, ist in Sachsen weiter auf dem Vormarsch. Nach Informationen von «Radio Dresden» vom Sonntag hat es im Freistaat von Januar bis Juni bereits 38 nachgewiesene Fälle gegeben, bei denen Geldautomaten und Türöffner zum Betreten des Selbstbedienungsbereiches von Kreditinstituten durch Kriminelle manipuliert worden sind. Das seien 12 Fälle mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der Schaden durch den Einsatz von Kartendubletten beträgt nach Angaben des Landeskriminalamtes Sachsen (LKA) von Januar bis Juni rund 674 000 Euro und sei damit schon jetzt höher als der Schaden des gesamten vergangenen Jahres. Damals waren in Sachsen 53 Fälle registriert worden, der Schaden lag bei 530 000 Euro. Der überwiegende Teil der Skimming-Attacken ereignete sich den Angaben nach im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge und in Leipzig.

«Wir fordern die Sachsen auf, sehr wachsam zu sein», sagte LKA-Sprecherin Kathlen Zink. Damit die Betrüger kein einfaches Spiel haben, sollten Geheimzahlen immer verdeckt eingetippt werden. Zudem sollten die Bürger schauen, ob sie am Geldautomat oder in unmittelbarer Nähe Unregelmäßigkeiten feststellen. Laut LKA trat das sogenannte Skimming erstmals im Jahr 2005 im Freistaat mit 5 nachgewiesenen Fällen auf.

Skimming ist der englische Begriff für das Ausspähen der Daten von Zahlungskarten. Die Betrüger manipulieren Geldautomaten oder Türlesegeräte und lesen so die Daten der Magnetstreifen der Zahlungskarten aus. Mit einer Minikamera wird das Eintippen der Geheimzahlen gefilmt. Mit den ausgespähten Daten stellen die Täter Kartendubletten her, welche sie mit den ebenfalls ausgespähten Geheimzahlen an Geldautomaten zu kriminellen Barabhebungen verwenden.



ddp - Bild © ddp

geschrieben am: 01.08.2010
Redaktion DD-INside.com


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