PFAS-Chemikalien in Gewässern im Dresdner Norden
Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hat in einzelnen Oberflächengewässern in den Stadtteilen Klotzsche und Weixdorf erhöhte Vorkommen der sog. ?Ewigkeitschemikalien? PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) festgestellt und das Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden informiert. Besonders betroffen sind der Ziegeleiteich und das Waldbad Weixdorf. Die Stadtverwaltung hat daraufhin Untersuchungen und Schutzmaßnahmen eingeleitet.
Untersuchungen und Schutzmaßnahmen:
Zur Erstbewertung unmittelbarer Gefährdungen hat das Umweltamt unverzüglich Untersuchungen veranlasst. Dabei prüften die zuständigen Behörden im Umkreis der auffälligen Oberflächengewässer, ob Grundwassernutzungen und Angelgewässern betroffen sind.
Das Amt für Gesundheit und Prävention hat Brunnenwasser im Bereich des Ziegeleiteiches untersuchen lassen. Dabei wurde das Vorhandensein von PFAS bestätigt. Zum Schutz der Gesundheit informierte die Behörde die betroffenen Brunnennutzer.
Untersuchungen des Umweltamtes von Fischen aus dem Ziegeleiteich zeigten, dass dieses Gewässer mit PFAS belastet ist. Zum Schutz der Gesundheit von Konsumenten hat das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft das Angeln im Ziegeleiteich sofort verboten. Bei Fischen im Waldbad Weixdorf wurden ebenfalls Höchstwerte für die PFAS-Konzentration in Lebensmitteln überschritten. Deshalb untersagte das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt im Sinne des Verbraucherschutzes das Inverkehrbringen der Fische.
Einem Betrieb der Badestelle Weixdorf im Jahr 2026 steht nach aktuellem Wissensstand und Zeitpunkt nichts entgegen. Untersuchungen dazu sind eingeleitet, deren Ergebnisse sind abzuwarten. Auch dem vereinsgebundenen Wassersport im Waldbad Weixdorf steht nach aktueller Risikobewertung hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen nichts entgegen.
Weitere Probennahmen
Um ein noch besseres Lagebild zu erhalten, untersucht das Umweltamt aktuell Gewässer, Sedimente und Brunnen im erweiterten Umfeld, um betroffene Bereiche und Gefährdungen fundiert einzugrenzen. Die Ergebnisse der erweiterten Untersuchungen liegen noch nicht vor. Mit ersten Befunden wird voraussichtlich Anfang Januar 2026 gerechnet.
Ziel ist, in enger Zusammenarbeit mit städtischen und oberen Behörden schnellstmöglich alle relevanten Gefährdungen zu erkennen, alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung einzuleiten und umfassende Kenntnis zur Ursache der festgestellten Belastung zu erlangen. Dem Umweltamt sind keine Havarien oder Störfälle bekannt, die zu den festgestellten PFAS-Vorkommen geführt haben könnten.
Redaktion DD-INside.com

