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Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann reist zum Sozialforum nach Barcelona

Von heute, Donnerstag, 11. Mai, bis Freitag, 13. Mai 2022, findet in Barcelona das Eurocities-Sozialforum statt, an dem für die Landeshauptstadt Dresden Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann teilnimmt. Im Mittelpunkt stehen die großen aktuellen Herausforderungen in Europas Städten: Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Gesundheits- und Pflegesysteme, die Unterstützung Schutzsuchender aus der Ukraine sowie die Sicherung bezahlbaren Wohnens. 

150 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus europäischen Städten tauschen sich über die Herausforderungen aus und diskutieren darüber, wie die Fürsorgesysteme umgestaltet werden können, um einen gerechten und integrativen Aufschwung in den Städten zu unterstützen. Im Rahmen des Sozialforums plant Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann auch eine Unterredung mit Nicolas Schmit, EU-Kommissar für Beschäftigung und soziale Rechte.

?Die Coronavirus-Pandemie hat gezeigt, wie verletzlich Krankenhäuser, Pflegeheime und soziale Einrichtungen sein können. Wir mussten erleben, welche dramatischen Folgen Covid-19 sowohl für die betreuten Menschen als auch für das Personal hat. Es gilt, die Lehren daraus zu ziehen. Notwendig sind ein systemischer Wandel und Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Sozial-, Gesundheits- und Pflegeinfrastruktur. Ich erwarte, dass die angekündigte EU-Pflegestrategie einen Rahmen für politische Reformen setzt. Jede und jeder soll sich gute Pflege leisten können. Zudem müssen die Arbeitsbedingungen in diesem wichtigen Sektor verbessert werden?, fordert Dr. Kaufmann. 

Noch in diesem Jahr wird die Europäische Kommission eine europäische Pflegestrategie vorschlagen, die sich sowohl an pflegende Angehörige als auch an Pflegebedürftige richtet, von der Kinderbetreuung bis zur Langzeitpflege. Damit soll ein politischer Rahmen für gute Pflege in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union geschaffen werden.

?Auch die traurigen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine erfordern, dass wir unsere Hilfesysteme anpassen. Viele europäische Städte sind sehr aktiv und engagieren sich für die Menschen, die aus der Ukraine fliehen. Insbesondere knapper Wohnraum und Engpässe in der sozialen Infrastruktur setzen uns jedoch Grenzen. Notwendig sind deshalb Investitionen in bezahlbare Wohnungen und in innovative soziale Lösungen?, ergänzt Dresdens Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf innovativen Wohnformen. Speziell für junge und ältere Menschen mit geringem Einkommen sowie für Menschen mit Behinderungen hat Barcelona kreative gemeinschaftliche Wohnlösungen entwickelt. Teilweise übernehmen die Bewohnerinnen und Bewohner eine aktive Rolle bei der laufenden Verwaltung der Wohngemeinschaft. Dies kann das bürgerschaftliches Engagement stärken, den sozialen Zusammenhalt fördern und einer Segregation vorbeugen. Das Dresdner Wohnkonzept sieht vor, dass innovative Wohnformen für die sächsische Landeshauptstadt erschlossen und entwickelt werden. Chancen sieht die Dresdner Stadtverwaltung insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung intergenerativer Wohnquartiere. 

Eurocities ist ein Netzwerk von 200 Großstädten in 38 Ländern mit zusammen 130 Europäerinnen und Europäern. Die Landeshauptstadt Dresden ist seit 2004 Mitglied in diesem besonderen Verbund. Dies ermöglicht Dresden, eigene Interessen auf europäischem Parkett zu vertreten und sich mit anderen europäischen Städten zu vernetzen, um gemeinsam Projekte zu entwickeln. Eurocities arbeitet in thematischen Foren und Arbeitsgruppen zu den Themen Soziales, Kultur, Wirtschaft, Umwelt, Wissensgesellschaft und Mobilität. 

geschrieben am: 11.05.2022
Redaktion DD-INside.com


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