Ehemalige Dresdner Juden und deren Nachfahren kommen aus der ganzen Welt nach Dresden
Bereits seit 1994 findet das Besuchsprogramm der Stadt Dresden für ehemalige Dresdner Juden und nun auch für deren Nachfahren statt. Auch in diesem Jahr, im Zeitraum vom 14. bis zum 17. September, erwartet die Gäste ein umfassendes Programm: Darunter ein Abendessen mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert, ein Gespräch mit Bürgermeisterin Eva Jähnigen im Rathaus, die Teilnahme an einem Schabbat Gottesdienst, der Besuch des neuen jüdischen Friedhofes oder ein Konzert der Dresdner Philharmonie. Zwei der Gäste sind in Dresden geboren, alle anderen sind Nachfahren der zweiten und dritten Generation. Für die Gäste ist es von großer Bedeutung, hier in Dresden einen wichtigen Teil ihrer Familiengeschichte nachvollziehen und verarbeiten zu können. Oberbürgermeister Dirk Hilbert sagt dazu: ?Es gehört für mich zum Selbstverständnis unserer Stadt, ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, aber auch deren Nachfahren, die Möglichkeit zu geben, das heutige Dresden kennenzulernen und auf Spurensuche zu gehen. Die großartige Unterstützung durch die Jüdische Gemeinde zu Dresden, aber auch viele andere ehrenamtlich engagierte Dresdnerinnen und Dresdner bei dem Programm ist beeindruckend.?
Ein Höhepunkt des diesjährigen Programms wird der Besuch eines Konzertes in der Synagoge am Sonntag, 17. September um 11 Uhr. Musikschüler der Jerusalem Academy of Music and Dance haben hier in Dresden gemeinsam mit Musikschülern des Heinrich-Schütz-Konservatoriums geprobt und werden ein gemeinsames Konzert aufführen. Diesen Musikaustausch koordiniert Michael Hurshell, künstlerischer Leiter der Neuen Jüdischen Kammerphilharmonie Dresden. Gefördert wurde das Projekt durch die Landeshauptstadt Dresden. Perspektivisch soll das Besuchsprogramm mit einem Austausch zwischen Jugendlichen aus Dresden und Israel verknüpft werden. Bereits im nächsten Jahr werden Dresdner und Israelis gemeinsam an verschiedenen Themen zum Nationalsozialismus und der Judenverfolgung hier in Dresden arbeiten. Aber auch aktuelle politische Themen, Europa und die DDR sollen dabei eine Rolle spielen. Die Jugendlichen sollen dabei mit den Gästen des Besuchsprogramms ins Gespräch kommen.
Redaktion DD-INside.com

