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Offener Brief aus Cottbus

Fan-Arbeitskreis des Cottbus, 06.12.05
FC Energie Cottbus
Am Eliaspark 01
03042 Cottbus

Betreff:
Herausragend widerwärtige Szenen in Dresden am
05.12.2005


Wir, der Fan-Arbeitskreis des FC Energie Cottbus, können die Geschehnisse am gestrigen Tage in Dresden nicht unkommentiert lassen.

Entrüstet blicken wir auf den gestrigen Abend zurück. Auf einen Abend, der von uns als Derby lange erwartet wurde. Chaoten, die die Bühne des Derbys für sich nutzten, konnten leider nicht davon ablassen Pyrotechnik einzusetzen. Damit haben sie die Gesundheit und das Wohl aller im Stadion anwesenden Fans und Spieler gefährdet. Negativer Höhepunkt war aber die Zurschaustellung eines schwarzen Banners mit dem Wortlaut „JUDEN“, wobei das „D“ als Dynamo-D verwendet wurde.

Wir distanzieren uns deutlich von Geschehnissen und Artikulationen dieser Art. Diese „JUDEN“-Fahne und das damit in Verbindung zu bringende Meinungsbild ist weder Ausdruck des Denkens, noch des Handelns der insgesamt intakten Cottbuser Fanszene und wird von uns allen auf das Schärfste verurteilt wird.

Die Vorkommnisse des gestrigen Abends gehören nicht in ein Fußballstadion. Deshalb möchten wir uns im Namen vieler Fanclubs für das Verhalten einiger weniger wahrscheinlich unverbesserlicher Krawallmacher entschuldigen.

Auch wenn es kurzfristig nur bedingt weiterhilft, wir können es uns nicht mehr erlauben, weiter wegzusehen und die Augen vor diesen Personen zu verschliessen.

Wir möchten feststellen, daß die Fanszene des FC Energie Cottbus alles daran setzen wird, daß sich solche Szenen nicht wiederholen.

Bitte veröffentlichen Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten diesen Brief innerhalb der Dresdner Fanszene.

Die Sprecher des Fan-Arbeitskreises
des FC Energie Cottbus

Michael Voigt
Sven Fischer
geschrieben am: 01.01.1970
Redaktion DD-INside.com


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