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Heute bin ich die Sonne!

Rathaus-Ausstellung „b:hindert“ zeigt Porträts und Alltag von Menschen mit Behinderung Unter dem Titel „b:hindert“ werden vom 1. bis 9. Dezember 2005 im Lichthof des Rathauses Porträts von Menschen mit Behinderung zu sehen sein. Eröffnet wird die Ausstellung am 30. November, 14 Uhr von Tobias Kogge, Bürgermeister für Soziales.

Die Wanderausstellung der Fortbildungsakademie der Wirtschaft zeigt 60 fotografische Porträts von Menschen mit Behinderung, die von vier Fotografen aus Hamburg und Berlin erarbeitet wurden. Ergänzt und begleitet werden die Porträts durch einen umfangreichen Informationsteil mit Zahlen und Fakten zum Thema Behinderung im Wandel der Zeit sowie mit rund 100 Ausstellungsstücken aus dem Alltag von Menschen mit Behinderung, Hilfsmittel zum Anfassen und Ausprobieren, so unter anderem Prothesen, Rollstühle und ein kompletter behindertengerechter Arbeitsplatz.
„Heute bin ich die Sonne!“ – mit diesem Satz begrüßte Frau P., Housekeeperin im Stadthotel Hamburg, den Fotografen Thomas Müller, einen der vier Künstler, die Menschen mit Behinderung für die Wanderausstellung „b:hindert“ porträtierten. Frau P. wurde mit dem Downsyndrom geboren. Sie ist eine unter rund acht Millionen Menschen mit Behinderung, die in Deutschland leben. Die Schreibweise des Ausstellungstitels spiegelt die Intention wieder, behinderte und nicht behinderte Menschen zu Interaktion und Integration zu bringen: Die zwei Punkte beziffern das „e“ in Blindenschrift. Eingebettet in die „normale“ Schreibweise werden die Punkte in der Wahrnehmung automatisch eingebunden und einfach überlesen. So einfach kann das auch im Alltag mit Behinderungen sein...

Die Ausstellung geht ohne erhobenen Zeigefinger und gänzlich unprätentiös mit dem Thema um, vielmehr will sie eine undogmatische Auseinandersetzung fördern. Sie erhebt keineswegs den Anspruch, wissenschaftlich oder gar vollständig und umfassend über das weit gefasste Thema Behinderung zu informieren, sondern greift vielmehr Interessantes, Aussagekräftiges, Auf- und Anregendes heraus, um Berührungsängste abzubauen und einen selbstverständlichen Umgang mit Menschen mit Behinderung zu unterstützen.
geschrieben am: 01.01.1970
Redaktion DD-INside.com


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