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Kele Okereke allein im Ring
Die britische Band Bloc Party macht derzeit ein Jahr lang Kunstpause. Zeit für Sänger Kele Okereke, mit dem Kickboxen anzufangen. Und - was sonst - ein Soloalbum aufzunehmen. Ohne Musik geht-s halt nicht: «Es wäre nicht möglich für mich, ein Jahr lang keine Musik zu machen», sagt der 28-Jährige im -Interview. Am Freitag (18. Juni) erscheint sein erstes Werk mit dem Titel «The Boxer».
Berlin . Die britische Band Bloc Party macht derzeit ein Jahr lang Kunstpause. Zeit für Sänger Kele Okereke, mit dem Kickboxen anzufangen. Und - was sonst - ein Soloalbum aufzunehmen. Ohne Musik geht-s halt nicht: «Es wäre nicht möglich für mich, ein Jahr lang keine Musik zu machen», sagt der 28-Jährige im -Interview. Am Freitag (18. Juni) erscheint sein erstes Werk mit dem Titel «The Boxer».
Bloc Party («So Here We Are», «The Prayer») gründeten sich 1998, nannten sich bis 2003 jedoch erst The Angel Range. 2005 erschien ihr erstes Album «Silent Alarm». Die Platten «A Weekend in the City» (2007) und «Intimacy» folgten. Von Album zu Album wurden die Songs der Rockband elektronischer. In Okerekes Solowerk hat diese Entwicklung nun ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden.
Er sei schon immer ein großer Fan von Rave und Dance und Pop gewesen, sagt der Sänger nigerianischer Abstammung. «Welten, die ich mit Bloc Party nicht erforschen konnte.« Der Wunsch, mehr in die elektronische Richtung zu gehen, sei bei ihm aber immer da gewesen. Rund die Hälfte der Songs auf »Initimacy« stammten von ihm und dem Produzenten. »Das war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu meinem Soloalbum.«
Für »The Boxer« setzte sich der 28-Jährige allein ins Studio und begann, mit Synthesizer und Drumcomputer zu experimentieren. »Ich musste alles lernen, ich hatte nichts davon je gemacht«, sagt der Sänger. Er habe einfach alles ausprobiert. »Ich wusste nicht wirklich, was ich tat, aber ich konnte heraushören, wo ich hinwollte.« Ein Toningenieur im Studio lieferte die nötigen Anleitungen dazu.
Neben dem Spaß begleiteten Okereke am Anfang auch die Zweifel. »Ich war schon nervös«, gibt er zu. Bei Bloc Party gebe es einen Drummer und Gitarristen, die für Rhythmus und Melodien zuständig seien. »Ich wusste erst nicht, ob ich das jetzt alles allein machen könnte.« Dann habe er jedoch rasch festgestellt, dass es geht - und seine Bandkollegen nicht vermisst.
Überhaupt schien es bei Bloc Party zuletzt nicht mehr rund zu laufen. Die Auszeit sei beschlossen worden, weil wir »Zeit und Abstand voneinander« brauchten, sagt Okereke. Die Band habe fünf Jahre fast ohne Pause zusammen verbracht: Nach Veröffentlichung einer Platte ging es auf Tour, direkt danach wurde das nächste Album aufgenommen. Wie es mit der Band weitergehen und ob es noch einmal eine Platte geben werde, sei noch unklar, sagt der Sänger.
Er selbst sei erstmal bis Sommer 2011 mit einer Tour zu seinem Soloalbum beschäftigt. Die Pläne seiner Bandkollegen kenne er nicht. Derzeit gebe es nicht viel Kontakt untereinander. Auch textlich geht es auf »The Boxer« um Neuorientierung. Zwar habe er kein bestimmtes Thema gehabt, als er die Songs schrieb, sagt Okereke. Vielmehr habe er eingesungen, was er gerade im Kopf gehabt habe - es sollte nicht rational, sondern spontan und persönlich sein.
Erst jetzt im Rückblick erkenne er sein Thema: Viele Songs handelten davon, sich selbst wiedergefunden, einen falschen Weg verlassen und ein neues Kapitel im Leben aufgeschlagen zu haben, sagt der Sänger. »Ich habe diese Platte, glaube ich, für mich selbst gemacht.« Bei Bloc Party sei er zuletzt desillusioniert gewesen. Nun habe er jedoch wieder gemerkt, »wie toll Musik sein kann«.
Der Titel »The Boxer« kommt aber nicht von Okerekes neuem Hobby, dem Kickboxen. Der Musiker findet den Boxer einfach nur »ein starkes Bild«: »Es geht um eine Person, die Gewinner oder Verlierer ist, es geht um Kämpfen und Wiederaufstehen und niemand kann Dir dabei helfen." Genau diese Gedanken seien ihm durch den Kopf gegangen, als er die Platte aufnahm. Ein guter Kickboxer sei er aber übrigens leider noch nicht, verriet der 28-Jährige.
Redaktion DD-INside.com
Berlin . Die britische Band Bloc Party macht derzeit ein Jahr lang Kunstpause. Zeit für Sänger Kele Okereke, mit dem Kickboxen anzufangen. Und - was sonst - ein Soloalbum aufzunehmen. Ohne Musik geht-s halt nicht: «Es wäre nicht möglich für mich, ein Jahr lang keine Musik zu machen», sagt der 28-Jährige im -Interview. Am Freitag (18. Juni) erscheint sein erstes Werk mit dem Titel «The Boxer».
Bloc Party («So Here We Are», «The Prayer») gründeten sich 1998, nannten sich bis 2003 jedoch erst The Angel Range. 2005 erschien ihr erstes Album «Silent Alarm». Die Platten «A Weekend in the City» (2007) und «Intimacy» folgten. Von Album zu Album wurden die Songs der Rockband elektronischer. In Okerekes Solowerk hat diese Entwicklung nun ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden.
Er sei schon immer ein großer Fan von Rave und Dance und Pop gewesen, sagt der Sänger nigerianischer Abstammung. «Welten, die ich mit Bloc Party nicht erforschen konnte.« Der Wunsch, mehr in die elektronische Richtung zu gehen, sei bei ihm aber immer da gewesen. Rund die Hälfte der Songs auf »Initimacy« stammten von ihm und dem Produzenten. »Das war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu meinem Soloalbum.«
Für »The Boxer« setzte sich der 28-Jährige allein ins Studio und begann, mit Synthesizer und Drumcomputer zu experimentieren. »Ich musste alles lernen, ich hatte nichts davon je gemacht«, sagt der Sänger. Er habe einfach alles ausprobiert. »Ich wusste nicht wirklich, was ich tat, aber ich konnte heraushören, wo ich hinwollte.« Ein Toningenieur im Studio lieferte die nötigen Anleitungen dazu.
Neben dem Spaß begleiteten Okereke am Anfang auch die Zweifel. »Ich war schon nervös«, gibt er zu. Bei Bloc Party gebe es einen Drummer und Gitarristen, die für Rhythmus und Melodien zuständig seien. »Ich wusste erst nicht, ob ich das jetzt alles allein machen könnte.« Dann habe er jedoch rasch festgestellt, dass es geht - und seine Bandkollegen nicht vermisst.
Überhaupt schien es bei Bloc Party zuletzt nicht mehr rund zu laufen. Die Auszeit sei beschlossen worden, weil wir »Zeit und Abstand voneinander« brauchten, sagt Okereke. Die Band habe fünf Jahre fast ohne Pause zusammen verbracht: Nach Veröffentlichung einer Platte ging es auf Tour, direkt danach wurde das nächste Album aufgenommen. Wie es mit der Band weitergehen und ob es noch einmal eine Platte geben werde, sei noch unklar, sagt der Sänger.
Er selbst sei erstmal bis Sommer 2011 mit einer Tour zu seinem Soloalbum beschäftigt. Die Pläne seiner Bandkollegen kenne er nicht. Derzeit gebe es nicht viel Kontakt untereinander. Auch textlich geht es auf »The Boxer« um Neuorientierung. Zwar habe er kein bestimmtes Thema gehabt, als er die Songs schrieb, sagt Okereke. Vielmehr habe er eingesungen, was er gerade im Kopf gehabt habe - es sollte nicht rational, sondern spontan und persönlich sein.
Erst jetzt im Rückblick erkenne er sein Thema: Viele Songs handelten davon, sich selbst wiedergefunden, einen falschen Weg verlassen und ein neues Kapitel im Leben aufgeschlagen zu haben, sagt der Sänger. »Ich habe diese Platte, glaube ich, für mich selbst gemacht.« Bei Bloc Party sei er zuletzt desillusioniert gewesen. Nun habe er jedoch wieder gemerkt, »wie toll Musik sein kann«.
Der Titel »The Boxer« kommt aber nicht von Okerekes neuem Hobby, dem Kickboxen. Der Musiker findet den Boxer einfach nur »ein starkes Bild«: »Es geht um eine Person, die Gewinner oder Verlierer ist, es geht um Kämpfen und Wiederaufstehen und niemand kann Dir dabei helfen." Genau diese Gedanken seien ihm durch den Kopf gegangen, als er die Platte aufnahm. Ein guter Kickboxer sei er aber übrigens leider noch nicht, verriet der 28-Jährige.
ddp - Bild © ddp
geschrieben am: 12.06.2010Redaktion DD-INside.com
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