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ARD zeigt Drama Der andere Junge

Die tödlich endende Auseinandersetzung zwischen zwei Jungen steht im Mittelpunkt des ARD-Dramas «Der andere Junge». Das Erste zeigt den Film von Regisseur Volker Einrauch am Mittwoch um 20.15 Uhr. Die Schauspieler Andrea Sawatzki und ihr Lebensgefährte Christian Berkel, Barbara Auer, Peter Lohmeyer, Hinnerk Schönemann und Gustav Peter Wöhler gehören zu dem prominenten Ensemble.

Berlin . Die tödlich endende Auseinandersetzung zwischen zwei Jungen steht im Mittelpunkt des ARD-Dramas «Der andere Junge». Das Erste zeigt den Film von Regisseur Volker Einrauch am Mittwoch um 20.15 Uhr. Die Schauspieler Andrea Sawatzki und ihr Lebensgefährte Christian Berkel, Barbara Auer, Peter Lohmeyer, Hinnerk Schönemann und Gustav Peter Wöhler gehören zu dem prominenten Ensemble.

Die Familien Morell (Sawatzki/Lohmeyer) und Wagner (Auer/Berkel) leben mit je einem Sohn in einem Hamburger Vorort ein gut bürgerliches Leben, sind befreundet, die Männer arbeiten in derselben Fertighaus-Firma. Doch die Idylle trügt. Der 16-jährige Paul Wagner (Tim Oliver Schultz) quält seinen jüngeren Mitschüler Robert Morell (Willi Gerk), wo er nur kann: Er stiehlt dem stillen Jungen sein nagelneues Fahrrad, wirft seine Schultasche auf einen vorbeifahrenden Laster und droht ihm. Die Eltern bekommen von dem Mobbing nichts mit.

Eines Tages bedroht der sadistische Paul Robert mit einer Waffe, die er seinem Vater gestohlen hat. Provozierend drängt er ihm die Pistole auf - und Robert drückt ab. Als sie den toten Jungen in ihrem Haus entdecken, beseitigen Roberts Eltern die Leiche und versuchen mit allen Mitteln, die Tat zu vertuschen. Dadurch nimmt die Tragödie, die am Ende eine etwas übertrieben wirkende Wendung nimmt, erst recht ihren Lauf.

Besonders sehenswert in dem Film (Buch: Lothar Kurzawa) ist Willi Gerk als in sich gekehrter Robert Morell. Seine Kommunikation ist reduziert, er spricht nicht viel, seine Emotionen laufen vor allem über sein Gesicht ab. Nach der Tat zieht sich der Junge immer mehr in sich zurück.

In der Familie des Mobbing-Opfers herrsche eine «völlige Sprachlosigkeit», sagte Regisseur Einrauch. Robert wie auch seine Eltern könnten und dürften ihre Schwierigkeiten im Umgang mit dem Leben nicht innerhalb der Familie zur Sprache bringen. «Sprachlosigkeit hat, wie man weiß, auch in Familien von Amokläufern geherrscht. Während die Eltern dachten, sie wüssten, was in ihren Kindern vorgeht, lebten diese längst in ihrer gefährlichen Parallelwelt», sagte Einrauch.



ddp - Bild © ddp

geschrieben am: 10.05.2010
Redaktion DD-INside.com


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