Fortsetzung der Dresdner Umweltgespräche „Vier Elemente“ zum Element Erde
Der Einsatz von Glyphosat ? Fluch oder Segen?
Am Dienstag, 15. November, 19 Uhr, gehen die Dresdner Umweltgespräche ?Vier Elemente? im Plenarsaal des Dresdner Rathauses, Eingang Goldene Pforte, Rathausplatz 1, in die zweite Runde. Zum pnenden Thema ?Fluch oder Segen? ? Der Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft und im privaten Garten? diskutieren die Gäste ihre kontroversen Standpunkte im Podium.
Andreas Rummel, TV-Journalist und Salus-Medienpreisträger, wird in das Thema einführen und kurz die Problematik rund um das Herbizid Glyphosat vorstellen. Danach diskutiert er mit Philipp Steul, Landwirt vom Bio-Hof Mahlitzsch, mit Steffen Irmer, Landwirt und Inhaber der Irmer GbR, mit Frank Hoffmann, erster Vorstand des Stadtverbandes der ?Dresdner Gartenfreunde e.V.? und mit Thoralf Küchler, Sprecher der Monsanto Agrar Deutschland GmbH. Moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin Bettina Klemm.
Dr. Christian Korndörfer, Leiter des Dresdner Umweltamtes ist gepnt auf den zweiten Abend: ?Das Thema Glyphosat hält die Medien schon länger in Atem und scheint die Menschen in Befürworter und Gegner zu spalten. Zum ersten Mal nehmen wir uns eines Themas an, dass nicht spezifisch für Dresden ist - aber hier dennoch genauso relevant und umstritten. Mit unseren Podiumsgästen hoffen wir auf einen fundierten und breitgefächerten Diskurs, der Vorurteile ausräumt aber auch handfeste Argumente und Belege für manch umstrittene These bringt?, ergänzt er.
Glyphosat ist eine chemische Phosphor-Verbindung, die als Breitbandherbizid bereits in den 1970er Jahren von der amerikanischen Firma Monsanto entwickelt wurde. Das auf dem Markt erhältliche Herbizid ?Roundup? enthält Glyphosat als Hauptwirkstoff. Es ist das meist angewandte Unkrautbekämpfungsmittel überhaupt und wird in Deutschland auf etwa 40 Prozent der Ackerflächen eingesetzt. Heute wird Glyphosat in über 90 Chemieunternehmen weltweit, vornehmlich in China, hergestellt.
Der Wirkstoff hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Umwelt, zum Beispiel die Artenvielfalt von Was-serorganismen und Amphibien. Die gesundheitlichen Risiken sind nach wie vor umstritten, da Glyphosat im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Die Stadt Dresden hat sich daher entschieden, auf den Einsatz von Glyphosat zu verzichten. Seit Sommer 2016 unterlassen die zuständigen Ämter die Verwendung von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln in Grünanlagen, auf Spielplätzen, bei der Pflege von Straßenbegleitgrün und auf städtischen Friedhöfen.
Mit vier Diskussionsabenden unter dem Titel ?Vier Elemente ? Dresdner Umweltgespräche? knüpfen das Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden und der Verein Umweltzentrum Dresden bereits zum siebenten Mal an die beliebte Reihe aus den Vorjahren an. Die Themen stehen erneut im Zeichen der vier Elemente: Feuer, Wasser, Erde, Luft. Umrahmt mit Musik des Dresdner Kammerensembles ?Serenata Saxonia? erfolgt eine Bestandsaufnahme der aktuellen Umweltthemen in der Stadt. Was haben wir bis heute erreicht oder vielleicht auch versäumt? Welche Aufgaben liegen noch vor uns? Lösungsvorschläge und Visionen für die weitere Entwicklung der Landeshauptstadt werden mit Experten diskutiert.
Ein besonderer Höhepunkt an diesem Veranstaltungsabend ist die Berufung vier neuer ehrenamtlicher Naturschutzhelfer. Nach der Diskussionsrunde wird die Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen die Ernennungsurkunden an Julia Döring, Luise Kost, Maria Gehlhar und Andreas Töpfer überreichen.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Am nächsten Dienstag, den 22. November steht das Element Luft im Mittelpunkt und die Diskussionsgäste befassen sich mit dem Thema: ?Saubere Luft ? eine Luftnummer??.
Redaktion DD-INside.com

