NEWSTICKER

Kunst- und Förderpreis 2009 an Dresdner Künstler verliehen

Die Landeshauptstadt Dresden ehrt den Pianisten Professor Peter Rösel und die Initiatoren der OSTRALE

 

Oberbürgermeisterin Helma Orosz und Bürgermeister Dr. Ralf Lunau überreichen heute (28. März) im Kronensaal von Schloss Albrechtsberg bei einem feierlichen Akt den Kunst- und Förderpreis 2009. Der Pianisten Professor Peter Rösel wird mit dem Kunstpreis 2009 der Landeshauptstadt Dresden ausgezeichnet. Prof. Dr. Harald Marx, bis vor kurzem Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister, hält die Laudatio. Die Initiatoren der internationalen Kunstausstellung OSTRALE, Mike Salomon, Torsten Rommel und Andrea Hilger erhalten den Förderpreis 2009 der Landeshauptstadt Dresden. Für die innovativen Künstler spricht Dr. Paul Kaiser die Laudatio. Musik von Rabindranath Tagore (Boro Bedonar Moto), Antonio Vivaldi (O quam tristis) und Björk (The pleasure is all mine), bieten Jan Heinke (Förderpreisträger 2008) und Doreen Seidowski-Faust dar.

Beide Preise haben die Form eines Apfels, massiv in Bronze gegossen. Das Kunstwerk, entworfen von Peter-Götz Güttler, wiegt 2200 Gramm und wird jedes Jahr individuell angefertigt. Die Preise sind jeweils mit 5000 Euro dotiert.

Seit 1993 werden Künstler mit dem Kunst- und Förderpreis der Landeshauptstadt Dresden ausgezeichnet. Preisträger sind Künstlerinnen und Künstler, die in Dresden einen Schwerpunkt ihrer Arbeit haben und deren Werk von großer Bedeutung für die Stadt und von herausragender künstlerischer Aussage ist. Vorschläge dafür kommen aus Dresdner Vereinen und Verbänden, aus Kultureinrichtungen, aus dem Kulturausschuss und dem Geschäftsbereich Kultur der Landeshauptstadt Dresden.

Den Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden 2009 erhält der Pianist Professor Peter Rösel.

Die Begründung der Jury lautet: „Die Auszeichnung erhält der Künstler für sein langjähriges und herausragendes Schaffen als Pianist.“ Peter Rösel wurde 1945 in Dresden als Sohn eines Dirigenten und einer Sängerin geboren. Seit er sechs Jahre alt ist, spielt er Klavier. Er wurde erster Deutscher Preisträger des Tschaikowski-Wettbewerbs Moskau und des Klavierwettbewerbs Montreal. Peter Rösel trat bisher in über 40 Ländern auf allen fünf Kontinenten auf. Er lebt hier in Dresden, wo er an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber eine Professur für Klavier ausübt.

Rösel tritt seit Jahren bei internationalen Festivals wie zum Beispiel in Salzburg, Edinburgh, London Proms, Perth, Hollywood Bowl und Hongkong sowie bei vielen bedeutenden Orchestern wie Los Angeles und Royal Philharmonic, Detroit Symphony und Berliner Philharmoniker auf.

Sinfonische Höhepunkte der letzten Jahre waren unter anderem Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Gulbenkian-Orchester Lissabon, dem Niederländischen Philharmonischen Orchester, dem Sinfonieorchester Seoul, dem Mozarteum Orchester, New Japan Philharmonic, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Deutschen Sinfonieorchester, der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter Dirigenten wie Kurt Sanderling, Günther Herbig, Hartmut Haenchen, Dmitri Kitajenko, Hubert Soudant, Herbert Blomstedt, Andrej Boreyko und Daniel Harding.

2005 spielte er in der Semperoper mit der Kioi Sinfonietta Tokio alle fünf Beethoven-Konzerte. 2008 war Peter Rösel erneut Solist bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Die lokale Presse schrieb über Rösel: „Dem Solisten zu begegnen, bereitet immer wieder hohe Freude. Es ist eine ständig wachsende Reife, die den Atem anhalten lässt. Oft schienen Solist und Orchester ein Frage-Antwort-Spiel zu absolvieren, das sich dynamisch bis an die Grenze des Möglichen steigerte.“ Den Förderpreis der Landeshauptstadt Dresden 2009 erhalten die Initiatoren der internationalen Kunstausstellung OSTRALE, Mike Salomon, Torsten Rommel, und Andrea Hilger. Die OSTRALE 2008 war die zweite internationale Ausstellung.

Die Begründung der Jury lautet: „Die Auszeichnung erhalten die Künstler für die Entwicklung und Durchführung eines außergewöhnlichen Projektes der zeitgenössischen Kunst in Dresden.“ Die Ostrale Dresden fand im September 2008 statt. Das Zentrum ist die größte Ausstellung für zeitgenössische Kunst in Deutschland und setzte neue Signale. Sie stand 2008 unter dem Thema „TRANSFORMATION“. Hierzu wurden 65 Installationen, 28 mal Malerei, 21 Objekte, 8 mal Grafiken, 9 Performances, 12 Videoarbeiten, 10 mal Fotografie, 2 Illuminationen und 1 Klanginstallation in Szene gesetzt.

Von 260 Bewerbern aus 21 Ländern schafften es nach einer Jury-Auswahl 158 aus 19 Ländern in die Ostrale. Diese fanden Platz in 100 Ausstellungsräumen verteilt über fünf Gebäuden und im Außenbereich. Rund 8500 Besucher bewegten sich auf dem weitläufigen Gebiet zwischen Pieschener Allee, Ostragehege, Erlwein-Schlachthof und Hafengelände. Der Ort mit seiner Lage im Elbbogen und seiner kontrastreichen Architektur ist wie geschaffen für eine Ausstellung zeitgenössischer Werke. Die Resonanz im In- und Ausland war eindrucksvoll.

Das Ostrale-Zentrum für zeitgenössische Kunst sieht sich als Wegbereiter eines offenen Netzwerkes für Kunst und Kunstschaffende. Durch ein zukunftsgerichtetes Zusammenspiel soll das Kunstzentrum einen wichtigen Teil dazu beitragen, den Weg für Investitionen aus den Bereichen der Kulturwirtschaft, der Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft attraktiv zu gestalten, so dass das Ostragehege internationalen Stellenwert und Vorbildcharakter erreicht.

geschrieben am: 30.03.2009
Redaktion DD-INside.com


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN
Der Weihnachtsbaum, der traditionell den Vorplatz der Mall des WTC schmückt, stammt dieses Jahr aus der Dresdner Heide. Ursprünglich mass die Fichte ca. 32 Meter. Ein Teil des Stammes wurde aber gleich im Wald abgesägt, so dass der Baum am Ende etwa ... mehr
Schloss Schönfeld steht im Mittelpunkt eines Vortrages, den der Heimatforscher Christian Kunath am Montag, 28. November, 18 Uhr im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1 hält. Dabei gibt er einen Einblick in die wechselvolle Geschichte des Renaissanceb ... mehr
Alle Anträge wurden ausgefüllt - und zwar nach Maß. Das Wasserskizentrum Dresden eröffnet nach einer erneuten Meinungsverschiedenheit mit dem Bauamt die Wasserski-Saison 2006 an den Kiesseen in Leuben. Morgen, am 28.04.2006, ist es endlich sowei ... mehr
Aufgrund der großen Nachfrage feiert die Ü 30-Generation nun das ganze Wochenende Ihren ÄLTERNABEND. Schon lange ist die Samstagspartyreihe im LOFThouse ein Besuchermagnet und an Ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Um die Atmosphäre im LOFThouse bess ... mehr
DIR EN GREY - Sie waren eine der ersten asiatischen Bands, die den Sprung nach Europa wagten. Für ihr Konzert im Mai 2005 gab es weder Plakate, Flyer noch Ankündigungen in Tageszeitungen oder Musikmagazinen. Trotzdem waren die 3.500 Tickets in knapp  ... mehr
  Gräfenhainichen, Ferropolis, 20. Juli 2008 Mit weit über 20.000 Besuchern ist am Sonntag die 11. Ausgabe des "Melt! Festival" in Ferropolis zu Ende gegangen. Damit wird die Erfolgsgeschichte mit jährlich über  ... mehr
In der japanischen Version des neuen iPhone 3G macht die Kamera des Geräts selbst im Lautlos-Modus ein Auslösegeräusch. Eine Deaktivierung ist nicht möglich. Hintergrund dieser Maßnahme durch Apple ist der für Japa ... mehr
Insgesamt waren es noch 1,23 Millionen Zuschauer, die das Reality-Format "Gülcan & Collien ziehen aufs Land" am Dienstagabend verfolgten. Das sollte für den Privatsender ProSieben eindeutig zu wenig sein, denn der Marktanteil  ... mehr
Investitionsvolumen von 77 Millionen Euro „Ziel des Konjunkturpakets ist es, dass die Wirtschaft in unserem Land und unserer Region trotz der schlechten Rahmenbedingungen gestärkt wird. Die Stadt Dresden stellt sich dieser Aufgabe und wir ... mehr
Arbeiten vor der Traumkulisse Filmnaechte am Elbufer vergeben Jobs Bewerbung bis 17. April möglich Die Filmnaechte am Elbufer sind nicht nur Deutschlands schönstes Open-Air-Kino- und Musik-Festival, sondern auch ein beliebter Arbeitg ... mehr
ANZEIGE
Anzeige