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Unterschätzte Gefahr: Noch immer ist Asbest in Altbauten verbaut

Schon lange ist bekannt, dass Asbest gesundheitsschädlich ist. Der Baustoff, der vor allem in der Mitte des 20. Jahrhunderts in zahlreichen Gebäuden verbaut wurde, gilt als krebserregend. Wenn Fasern freigesetzt und anschließend eingeatmet werden, können diese in das menschliche Gewebe gelangen und dort über viele Jahre verbleiben. Auch wenn der Asbestkontakt schon viele Jahre zurückliegt, kann dies der Grund für eine entstehende Krebserkrankung sein. Vor allen Dingen Krebsarten des Rippen- und Brustfells, aber auch Krebs an den Eierstöcken, dem Kehlkopf und an der Lunge wird mit Asbestkontakt in Verbindung gebracht. Das ist jedoch nicht alles: Auch die Krankheit Asbestose, die ihrem Namen dem gefährlichen Baustoff zu verdanken hat, ist eine mögliche Folge. Hierbei vernarbt und verhärtet sich das Lungengewebe, was das Atmen massiv erschwert und einen hohen Leidensdruck mit sich bringt.

 
Schon kleinere Renovierungsarbeiten im Haushalt werden
 
Asbestfasern werden beispielsweise bei Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen freigesetzt. Denn auch wenn Asbest seit dem Jahr 1993 in Deutschland verboten ist, weisen noch viele Altbauten Asbest auf. In den 1950ern wurde Asbest nicht nur als Baumaterial verwendet, sondern auch als Dämmstoff und Brandschutz. Dass es sich dabei um ein hochgefährliches Material handelt, das ein hohes Gesundheitsrisiko mit sich bringt, war damals nicht bekannt. Auch wenn zahlreiche Gebäude, die Asbest enthielten, im Laufe der Zeit bereinigt wurden, trifft das längst nicht auf alle zu. Es wird vermutet, dass noch immer rund 35 Millionen Tonnen Asbest allein in Deutschland verbaut ist. Wer am Umbau oder der Sanierung eines alten Gebäudes beteiligt ist, sollte daher besonders vorsichtig sein - auch was die Entsorgung möglicherweise asbesthaltiger Materialien angeht. In der Regel gilt daher: Wer privat ein Gebäude sanieren oder renovieren will, das Asbest enthält oder enthalten könnte, muss dafür professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Immerhin ist es für Privatpersonen in aller Regel nicht möglich, entsprechende Schutzmaßnahmen einzuhalten. Ein Fachmann sollte dabei nicht nur dann hinzugezogen werden, wenn es um größere Umbauarbeiten geht. Wurde nachweislich Asbest in einem Gebäude verbaut, ist es auch dann ratsam, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, wenn kleinere Arbeiten wie beispielsweise das Entfernen einer Nachtspeicherheizung anfallen.
 
Nicht jeder Kontakt mit Asbest führt automatisch zu schlimmen Erkrankungen - Vorsicht sollte dennoch geboten sein
 
Vorsicht ist besser als Nachsicht: Werden Asbestfasern freigesetzt, können diese ungehindert in die Lunge eindringen und in das umliegende Gewebe gelangen - sogar bis in die Eierstöcke. Einmal im Körper kann Asbest dabei nicht wieder abgebaut werden. Die Asbestfasern verbleiben im Körper und vernarben dabei das Lungengewebe und führen auf diese Weise zu Atemproblemen und vielen weiteren Erkrankungen wie auch Krebs. Zwar erkrankt nicht jeder, der in Kontakt mit Asbest gekommen ist, automatisch an Krebs oder erleiden Atemwegserkrankungen, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit nicht zu vernachlässigen. Wer vermutet, dass Asbest in einem Gebäude verbaut wurde, sollte Arbeiten in Eigenregie daher besser vermeiden und einen Fachmann zu Rate ziehen. Aufschluss darüber, ob sich Asbest in einem Gebäude befindet, liefern außerdem Test-Sets für zu Hause, die mittels Labor-Analyse Gewissheit bringen.
 
 
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