China: Japanische Journalisten vier Tage vor Olympia von Polizei verprügelt
Zwei japanische Journalisten wurden laut Berichten von Reporter ohne Grenzen (ROG) von der chinesischen Polizei verhaftet und körperlich misshandelt. Die beiden wollten vom Anschlag in Kashgar berichten, bei dem am Montag 16 Polizisten ums Leben kamen.
Die Reporter kamen nach wenigen Stunden mit leichten Verletzungen frei, die Ausrüstung wurde jedoch vernichtet. Sie hätten illegale Aufnahmen im von der Grenzpolizei kontrollierten Gebiet gemacht, rechtfertigt die chinesische Polizei das Vorgehen, entschuldigte sich jedoch und bot Entschädigung an.
Andere Medienvertreter wurden in Kashgar beschattet, ein AFP-Mitarbeiter wurde im Hotel aufgesucht - er musste alle Fotos vom Anschlagsort löschen. Der Internetzugang in Kashgar wurde ebenfalls gesperrt. Reporter ohne Grenzen spricht von einem "medienfeindlichen Klima" unter den Sicherheitskräften.
geschrieben am: 01.01.1970
Redaktion DD-INside.com

