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Podemuser Hanggraben kann wieder frei fließen

Im Stadtteil Podemus sind die Bauarbeiten am Podemuser Hanggraben und dem angrenzenden Hanggrabenteich nahezu abgeschlossen. Das kleine Gewässer im Dresdner Westen haben Fachleute von Januar bis Juni 2022 aus der Verrohrung befreit und den Lauf entlang des ursprünglichen Gewässerbettes als offenes Gerinne naturnah gestaltet. Der Bach floss vorher vom Podemuser Hanggrabenteich bis zu seiner Mündung in den Podemuser Abzugsgraben auf etwa 200 Metern Länge in einem Betonrohr. Nun gibt es eine abwechslungsreiche Gewässersohle und flache Uferböschungen. Die Randstreifen sind mit einheimischen Gehölzen bepflanzt. Wildblumen säumen das Ufer, bis sich die noch jungen Gehölze entwickelt haben. 

In der zweiten Bauphase stand der Podemuser Hanggrabenteich im Mittelpunkt. Von November 2022 bis April 2023 wurde der stark verlandete Teich auf einer Fläche von 2.600 Quadratmeter entschlammt und erweitert. Das Auslaufbauwerk, der sogenannte Mönch, wurde erneuert, so dass sich jetzt der Wasserstand im Hanggrabenteich wieder über den Grundablass regulieren lässt. Auch die Uferstreifen wurden mit standortgerechten Gehölzen bepflanzt. 

Der Podemuser Hanggraben und der Hanggrabenteich befinden sich im Landschaftsschutzgebiet Zschonergrund. Am naturnahen Gewässerlauf sollen sich künftig wieder typische Pflanzen und Tiere ansiedeln, so dass mehrere miteinander verzahnte Biotope, ein sogenannter Biotopverbund, entstehen können. Bernhard Probst, Inhaber des Vorwerk Podemus, ist Eigentümer des Flurstückes am Podemuser Hanggraben und stellte die Fläche von etwa 1.200 Quadratmetern zur Verfügung.


Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen hebt hervor: ?Landwirtschaftliche Nutzung vor Ort und Stadtnatur in gutem ökologischem Zustand - beides gehört in Planung und Praxis zusammen. Die ökologische Aufwertung des Gewässers in Podemus freut mich besonders, weil sie beide Ziele so gut verbindet.? 

Harald Kroll-Reeber vom Dresdner Umweltamt ergänzt: ?Durch die neuen Gewässerrandstreifen sowohl am Teich als auch am Bachlauf konnten wir den Stoffeintrag aus dem angrenzenden Gelände reduzieren und die ökologische Funktion des Gewässers verbessern. Auch das Wasserspeichervermögen ist nun erhöht. Ein Weidezaun grenzt den Hanggraben von der benachbarten Weide ab.?

Der Podemuser Hanggraben ist ein Zufluss des Zschonergrundbachs. Nach Abschluss der Bauarbeiten erfüllt er die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), wonach er nicht nur in einem guten ökologischen Zustand ist, sondern sich auch in seiner hydraulischen Leistungsfähigkeit verbessert hat. Das bedeutet, dass das Gewässer ein größeres Wasservolumen fassen kann, beispielsweise in einer Hochwassersituation oder nach einem heftigen Regenguss. Dadurch reduziert sich die Hochwassergefahr und die umgebende Weidefläche ist besser geschützt. 

Die Gesamtkosten des Projektes, inklusive Planung, Entschlammung Teich und Baukosten betragen rund 328.000 Euro. Die Planung übernahm Landschaftsarchitekt Matthias Mohring. Für die Ausführungsarbeiten war die Firma OCS Kubisch verantwortlich, die Graben und Uferstreifen auch noch bis Ende 2024 pflegt.

geschrieben am: 07.06.2023
Redaktion DD-INside.com


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