LIFESTYLE

Corona-Krise: Die Pandemie erschwert vielen den Berufseinstieg

 Eine ganze Reihe von Branchen leidet unter dem zweiten Lockdown im Land. Als Folge werden viele Azubis von ihren Betrieben nicht übernommen. 



Einige Ausbildungsberufe sind von dieser Entwicklung allerdings weniger betroffen als andere, und viele Berufsanfänger schauen trotz der Corona-Folgen noch optimistisch in die Zukunft. 
 
Fast 40 Prozent der Azubis bangen um ihre Übernahme     
COVID-19 hat für viele Berufsstarter negative Folgen – die Maßnahmen gegen das Virus belasten ihre berufliche Zukunftsperspektive. Laut des Ausbildungsreports 2020 der DGB Jugend haben fast 40 Prozent der befragten Azubis in ihrem letzten Lehrjahr noch keine Zusage für eine Übernahme von ihrem Ausbildungsbetrieb. Von denen, die bereits wussten, dass sie nicht übernommen werden, haben lediglich etwas mehr als 14 Prozent eine Weiterbeschäftigung in einem anderen Unternehmen gefunden (Stand August 2020).
 
Wie die DGB-Studie zeigt, hängt eine Übernahme stark von Beruf und Branche ab: Unabhängig vom jeweiligen Ausbildungsjahr können sich mehr als 71 Prozent der angehenden Verwaltungsfachangestellten sicher sein, übernommen zu werden. Dasselbe gilt für mehr als 61 Prozent der Mechatronik-Azubis.
 
Bei den Friseuren sind es lediglich etwas über 20 Prozent, die auf eine Weiterbeschäftigung am Ende ihrer Ausbildung hoffen können. Bei den Verkäufern sind es fast 25 Prozent, und bei den Hotelfachleuten etwa 26 Prozent. Es sind fast allesamt Ausbildungsberufe, deren Branchen durch die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus zurzeit besonders betroffen sind.                   
Ein weiterer Punkt der DGB-Umfrage weist auf den latenten Mangel an planbarer Zukunftsperspektive für Auszubildende hin: Von den Azubis mit einer Übernahmezusage werden fast 30 Prozent nur zeitlich befristet eingestellt, in der Regel nicht länger als ein Jahr. 
Auch beim Geld bleibt nicht viel zum Sparen für später übrig: Fast 60 Prozent der Befragten können von ihrer Ausbildungsvergütung weniger gut bis gar nicht selbstständig leben, knapp die Hälfte der Befragten ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen.
 
Viele Berufseinsteiger haben trotzdem eine optimistische Grundhaltung 
 
Trotz der Corona-Pandemie sehen viele Berufsstarter ihre berufliche Perspektive noch zuversichtlich, wie eine unlängst veröffentlichte Studie der tecis Finanzdienstleistungen AG zeigt. Das in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov Deutschland entstandene tecis Berufseinsteiger-Barometer weist auf eine positive Grundstimmung unter den Berufsanfängern hin: 
Mit 48 Prozent gibt fast jeder Zweite von ihnen an, dass die Corona-Krise wenig bis gar keinen Einfluss auf seinen Berufsstart hat. Nur zehn Prozent von ihnen befürchten, in den nächsten Jahren ohne eine Beschäftigung dazustehen.
 
Auch ein im Zuge der tecis-Studie ermittelter Zukunftszufriedenheitsindex zeigt, dass die Berufseinsteiger ihre Zukunft optimistisch einschätzen: Er erreichte 74 von 100 möglichen Punkten. 
 
Sorgen haben die Befragten der Untersuchung vorwiegend in ihrem privaten Lebensbereich: 45 Prozent machen sich Gedanken um die Zukunft, und 34 Prozent fürchten den Verlust von Freunden oder Familienangehörigen.
 
Befragt wurden 1.043 Personen, die entweder kurz vor ihrem Einstieg in den Beruf stehen oder nicht länger als zwei Jahre berufstätig sind. 
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