PORTRAITS

Im Porträt : P4B - Jiggy South

Gäbe es einen Juice-Award für “Best Dressed Act“ oder einen Preis für “Mouthwork” oder gar für “Kontakte National” – Jiggy South wäre sicher nominiert. Einen Preis innerhalb der P4B Crew hat er sich aber in jedem Fall verdient, denn beim “Most Improved Player 2005“ soll auch in den nächsten Jahren der Strass-Stern funkeln. Und wer weiß, vielleicht reicht es ja schon bald auf den “Walk of Game” ... Ladys und Gentlemen bitte begeben sie Ihre Sitze in eine aufrechte Position und schnallen sie sich an, die “RyhmeAirline” startet nun zum Flug nach Puerto De La Rückblick.



Wir landen im Jahr 1995, zusammen mit einem damaligen Homie des Youngsters Jiggy. Dieser ist eben zurück aus den Staaten und hat etwas mitgebracht – Hip Hop. Zumindest im übertragenen Sinne. Durch sein Mitbringsel und viele Unterhaltungen kam eine Lawine ins Rollen die alles mit sich zog wovon Jiggy schließlich überrollt werden sollte. Die Hip Hop Welle. Rap, Black-Music, Grafitty, Breaken, Baggys und, und, und... Waren es zu Beginn noch viele deutschprachige Acts, sollten für Jiggy schon bald die Großen auf der Vinyl-Bühne spielen. Namen wie Nas, The Lox und Wu-Tang waren die ersten Main-Acts... bis... ja bis... der “Jigga-Man” den Vorhang lüftete… Mr. Hova, Jay-Z, Mr. Rap-Gott, Big Daddy Alles. Ein Altar war schnell errichtet und die Booklet-Bibel schnell besorgt und studiert. Nun war es endgültig vorbei mit Volksmusik und Schlagerparaden.

Zwischenstopp in Lyrizona: Es hat einen Nachteil wenn man US-Rap hört, man versteht die Texte mitunter nur schwer oder gar nicht. Zumindest so lange man nicht beginnt sich intensiv damit zu beschäftigen. Genau das tat der Jiggster um herauszufinden worum es in den Lyrics seiner damaligen Kings eigentlich ging. Abgesehen von der Anreicherung seiner Englisch-Kenntnisse hatte das Ganze den Vorteil, dass er nun fast jeden Vers auswendig beherrschte. Sicher nichts womit man Geld verdienen könnte – noch nicht – aber schön um mal die eigene Kompetenz im Club zu beweisen. Und irgendwie schien es zu funktionieren. Nicht nur dass er recht bald zum ständigen Begleiter von Dj Jeff4Live und Dj Snoop wurde, er schaffte es auch immer wieder ein Magnet für Gespräche und Kontaktaufnahmen zu werden. Aus Mr. Who wurde „Jiggy“! Verpasst wurde ihm dieser Nickname von seinen Homies, wegen der Art der Musik die er bevorzugte und seinem Auftreten und der Art sich zu kleiden. Das „South“ folgte lange Zeit später, als er bereits der P4B Crew angehörte. In “Jiggy” vereint blieb aber auch seine Auffassung von Hip Hop, welche natürlich nicht von allen geteilt wurde und wird, doch jede Münze hat zwei Seiten...

Langsamer Landeanflug: Obwohl Jiggy nicht den Wunsch hatte MC zu werden, fand er sich dennoch bei der Silvestercruise 2003 mit einem Mic in der Hand vor einigen hundert Partygängern wieder. Am meisten erschrocken darüber war er wahrscheinlich selbst. Doch gestärkt durch ein sehr positives Feedback und einem gewissen Spaß-Faktor an der Sache, begann er hier und da kurze Hosting-Parts in den Clubs der City zu übernehmen... bis... ja bis... er Dj Fake kennenlernte! Beide verstanden sich hervorragend und ob nun gewollt oder ungewollt, man lief sich ständig über den Weg. Im Laufe der Zeit entstand so nicht nur eine Freundschaft, sondern auch eine Art Symbiose zwischen Dj und Host. Jiggy begleitete Fake so oft es ging in die verschiedensten Locations und zeigte großes Interesse an dessen Projekten. Vor allem an dem namens “P4B”.

Fahrwerk raus: Nachdem “Crunkengymnastik” von Dj Fake und Ashas einen unerwartet hohen Zuspruch erhielt, Young Jiggy daran nicht unbeteiligt war und er ebenso viel Mühe investierte um den Namen “Dafa” auf die Black-Music-Reiseroute zu bringen standen Fake und Ashas auf, holten einen neuen Stuhl und man setzte sich im Februar 2005 zum ersten Mal gemeinsam an einen Tisch. Von da an gehörte Jiggy zum Team... Es folgten erste Releases und Tapes. Rhymes & Vibes wurde zum Baby von Jiggy und Dj Fake und obwohl Jiggz “nur” für die PR-Arbeiten tätig sein wollte, rutschte er immer mehr in den Part eines MC’s. Bereits im Mai 2005 stieß Mr. Becks zur Crew, dafür setzte sich Mr. South bei den beiden anderen Crew-Membern sehr stark ein. Er sollte Recht behalten. Becks rundete das Team ab und nicht nur das, er ermudigte Jiggy am Ball zu bleiben, Texte zu schreiben und den Schritt zu wagen den er nie gehen wollte: “Young Jiggy South” der dritte MC der P4B Crew... Rollt den roten Teppich aus...!!!

Landung: Meine Damen und Herren, der Flug Nr. 4 ist soeben gelandet. RhymeAirline und die Crew bedanken sich für ihr Vertrauen... Die Ausgänge befinden sich an der hinteren rechten und linken Boardseite. Ihr Gepäck erhalten sie an Schalter 8, die CD zum Flug wird ihnen demnächst in einem Shop ihres Vertrauens ausgehändigt... Vielen Dank.



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