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Städtebauliche Untersuchung folgt für das Terrassenufer in Dresden

Für das Umfeld des Terrassenufers in Dresden empfiehlt die Gestaltungskommission eine vertiefte städtebauliche Betrachtung. ?Das Stadtplanungsamt greift diese Empfehlung auf?, informiert Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen jetzt in Vertretung des Baubürgermeisters.

Der Anlass hierfür ist, dass der Eigentümer des ?Hotels am Terrassenufer? dieses in nächster Zeit sanieren möchte. Der Standort, die Höhe und Gestaltung des Gebäudes wurden sowohl von der Stadtgesellschaft wie in Fachkreisen intensiv diskutiert. ?Seiner Entstehungszeit geschuldet ist das Gebäude ein typisches Ergebnis der damals vorherrschenden autogerechten Stadtentwicklung", stellte die Gestaltungskommission Dresden fest. Die Kommission erkannte ferner, durch das hohe Hotelgebäude sei heute eine städtebaulich unbefriedigende Situation entstanden, aber die Bestandsimmobilie mit dem laufenden Hotelbetrieb besitze auch einen hohen Wert für den Eigentümer. Aus Sicht der Gestaltungskommission muss die Gesamtsituation zwischen Elbe und Rathenauplatz, historischer Innenstadt und neuer Synagoge vertieft untersucht werden. Es fehle an einer der heutigen Situation angemessenen Stadtansicht von der Flussseite und im Verhältnis zur Altstadt. Sie empfiehlt, eine stadträumliche Perspektive für die städtebauliche Weiterentwicklung im größeren Umfeld des Hotels zu erörtern.

?Deshalb wird das Stadtplanungsamt zunächst eine sogenannte ?stadträumliche Ensemblestudie" erarbeiten, die die Silhouette der Altstadt einbezieht und von der neuen Synagoge, über den Rathenauplatz, der Ansicht Elbseite bis zum Umfeld des ?Hotels am Terrassenufer? reicht. Erst danach kann über Änderung am Bestand sowie über neue Gebäude und Architektur diskutiert werden?, erklärt die Umweltbürgermeisterin die nächsten Schritte. Aufgrund der Komplexität der Aufgabe und des prägnanten Standorts rechnet das Stadtplanungsamt mit einer Bearbeitungszeit von etwa einem Jahr.
In dieser vertieften städtebaulichen Untersuchung kann auch der jüngst aus der Bürgerschaft eingebrachte Debattenbeitrag erörtert werden, am Terrassenufer neben der Carolabrücke das im Zweiten Weltkrieg zerstörte ?Venezianische Haus? wiederaufzubauen. Dabei wird die nach dem Wiederaufbau ab 1945 grundlegend geänderte Stadt im Umfeld des Terrassenufers mit der dominierenden Brückenkonstruktion eine Rolle spielen. Es ist mit zu beachten, dass der Standort im rechtswirksamen Überflutungsgebiet der Elbe liegt. Der geltende Bebauungsplan Nr. 85, Dresden-Altstadt I Nr. 11, Pirnaische Vorstadt/Terrassenufer sieht keine Bebauung an dieser Stelle vor. Auch für den dort befindlichen Busparkplatz für Bustouristen müsste eine Lösung gefunden werden.

geschrieben am: 30.07.2020
Redaktion DD-INside.com


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