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Stadt will Margon Arena um 600 Sitzplätze erweitern

Die Stadtverwaltung will die 1998 eingeweihte und inzwischen modernisierungsbedürftige Margon Arena an der Bodenbacher Straße umbauen und erweitern. Die Pläne umfassen eine Kapazitätserweiterung um 600 auf 3 600 Sitzplätze. Die Kosten für diese Variante belaufen sich auf ca. 32,3 Millionen Euro. Finanz- und Sportbürgermeister Dr. Peter Lames: ?Auch in Krisenzeiten muss die Investitionskraft erhalten bleiben. Dazu gehört ebenfalls gründlich zu planen. Dieses Projekt kostet einen Batzen Geld. Dafür bekommen wir aber eine zukunftsfähige Sport- und Veranstaltungshalle. Und wir müssen alles dafür tun, dass wir ab 2023 wieder in der Lage sind, auch solche Investitionen zu stemmen.? Eine entsprechende Vorlage wird in den kommenden drei Monaten in den Ausschüssen der Landeshauptstadt beraten und steht am 24. September 2020 zur Beschlussfassung im Stadtrat.

Grundlage dieser Pläne bildet die Entwicklungsstudie zum Sport- und Bildungscampus Bodenbacher Straße, die im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden von der STESAD GmbH und der IPRO-consult GmbH erarbeitet wurde. Ausgangspunkt dieser Studie ist die fällige Sanierung des Hauptdaches der Margon Arena, die im Einklang mit einer nachhaltigen und wirtschaftlichen Entwicklung der Margon Arena und künftigen Anforderungen an eine moderne Sport- und Veranstaltungsstätte stehen soll. Entwicklungen in den Sportarten selbst und damit verbundenen Anforderungen der jeweiligen Sportverbände sowie enorme mediale Veränderungen in der Vermarktung und Präsentation von öffentlich wirksamen Sportveranstaltungen müssen in die Gestaltung von Sportstätten einfließen. Nach über 20 Jahren im Betrieb bestehen besonders im Spitzensport zusätzliche Anforderungen, für die die Margon Arena nicht mehr zeitgemäß ausgerichtet ist. Ungenügende Businessbereiche sowie die Erschließung von WC-Anlagen und Gastronomieausgaben sind dabei nur einige Schwerpunkte. Parallel wurde die Forderung laut, die Margon Arena auch in ihrer Sitzplatzkapazität zu erweitern. Zudem gilt es die Potenziale einer gemeinsamen Nutzung aufzuzeigen und zu berücksichtigen, die sich durch das neue Gymnasium Linkselbisch Ost (Kurz ?LEO?) an der Bodenbacher- bzw. Winterbergstraße ergeben werden.

Im Ergebnis dieser Entwicklungsstudie stehen drei Varianten:
(1) Sanierung im Bestand
(2) Sanierung, Umbau, Nutzungserweiterung mit Erhalt der Bestandskubatur
(3) Neubau

Vorzugsvariante setzt auf Sanierung und Erweiterung

Bei der Vorzugsvariante ist an der südwestlichen Giebelseite ein Erweiterungsneubau mit weiteren Sportflächen vorgesehen. Anstelle der jetzigen drei Nebenhallen soll es vier neue Trainingsflächen von jeweils 200 Quadratmetern und mit eigenen Lagerflächen geben. Im Untergeschoss sind Räume für Physiotherapie, Regeneration und Reha vorgesehen. Über den neuen Trainingsflächen wird ein Hospitality- und VIP-Bereich für rund 450 Personen mit eigener Gastronomiefläche eingerichtet. Diese Räume sind so konzipiert, dass sie flexibel für einen Wettkampftag zur Betreuung der Ehrengäste dienen und im Wochenbetrieb mit mobilen Trennwänden für Schulungen und Mannschaftsbesprechungen genutzt werden können. Nördlich des VIP-Bereichs schließt sich eine Tribüne mit Blick auf das Spielfeld an. Südlich des VIP-Bereiches soll eine große Außenterrasse als weitere Veranstaltungsfläche dienen. Über die Terrasse besteht eine direkte Verbindung zum Parkhaus. Somit ist ein getrennter Eingang zum VIP-Bereich möglich. Der Erweiterungsbau umfasst außerdem zwei neue Gastronomieausgabestellen und WC-Anlagen. Ein weiterer Anbau an der nordwestlichen Fassade bietet Platz für Büros und die Pressestelle. Zukünftig sollen hier die Geschäftsstellen des DSC Volleyball, der Dresden Titans und eventuelle weiterer Vereine einziehen. Die technischen Anlagen für Lüftung, Heizung/Sanitär/Elektrik in der Margon Arena werden komplett erneuert. Mit dieser Vorzugsvariante lassen sich die Bedarfe aller Nutzer der Margon Arena abbilden. Die Volleyball- und Basketballvereine erhalten eine hochklassige Trainings- und Wettkampfstätte und Flächen für den Schul-, Freizeit-, Gesundheits- und Betriebssport ergänzen das Sportzentrum. Zudem ist ein abschnittsweiser Umbau möglich, der den zeitweisen Trainingsbetrieb während der Bauarbeiten in der Haupthalle ermöglicht.

Parkhaus an der Margon Arena geplant

Im Zuge der Neuausrichtung der Margon Arena, der Neuordnung der Sportaußenflächen und dem Neubau der Schule entfallen die derzeit vorhandenen Pkw-Stellflächen. Deshalb soll ein Parkhaus gebaut werden. Der auf dem Areal befindliche Tennisplatz ist der einzig mögliche Standort. Geprüft wird, ob die Tennissportler des TC Dresden-Seidnitz auf die Tennisanlage des Eisenbahner Sportvereins Dresden am Hagedornplatz umziehen können. Dort gibt es auf einer 4 500 Quadratmetern fünf Spielfelder und ein Vereinshaus. Diese Anlage soll auf acht Felder erweitert werden und somit beiden Vereinen eine Trainingsstätte bieten.

Zur Margon Arena

Die 1998 als ?Mehrzweckhalle Bodenbacher Straße? eingeweihte Margon Arena ist nach der EnergieVerbund Arena die zweitgrößte Mehrfunktionsarena in der Landeshauptstadt Dresden. Neben einer großen Vier-Feld-Haupthalle und einem Zuschauerbereich von bis zu 3 000 Zuschauern gibt es noch drei kleinere Nebenhallen. Seit 1998 ist die Margon Arena Heimstätte der Volleyballerinnen des Dresdner Sportclubs 1898 (DSC). Neben der 1. Bundesliga Volleyball qualifizierten sie sich auch für den internationalen Wettbewerb. Sie sind ein wichtiger Imageträger für die Landeshauptstadt Dresden. Die konstant hohen Zuschauerzahlen belegen, dass sich die Dresdnerinnen und Dresdner mit den Volleyballerinnen des DSC identifizieren. Zu deren Heimspielen ist die Margon Arena durchschnittlich zu 94 Prozent ausgelastet. Die Halle dient außerdem den Basketballern der Dresden Titans als Spielort. Aktuell spielen die Basketballer in der 2. Liga Pro B. Um für zukünftige sportliche Entwicklungen im Basketball vorbereitet zu sein ist es notwendig, die Margon Arena auch für den Spielbetrieb der 1. Liga auszurichten.

Die Landeshauptstadt Dresden hat für die Immobilie einen Leasingvertrag mit einer Laufzeit bis 2020 geschlossen. Gemäß Beschluss V1920/12 vom 13./14. Dezember 2012 macht die Landeshauptstadt Dresden von ihrem Ankaufsrecht zum 31. Dezember 2020 Gebrauch. Das Eigentum an dem Leasingobjekt geht auf die Landeshauptstadt Dresden über.

geschrieben am: 22.06.2020
Redaktion DD-INside.com


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