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Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Kaufmann empfiehlt neue Corona-Warn-App

Ab sofort kann jeder, der ein Smartphone besitzt, die kostenlose Corona-Warn App des Bundesgesundheitsministeriums herunterladen. Die App schützt zwar nicht davor, sich mit dem Coronavirus anzustecken und sie ersetzt auch nicht die geltenden Abstands- und Hygieneregeln, doch sie beschleunigt die Information der Kontaktpersonen.

?Bitte laden Sie sich die App auf Ihr Handy?, ermutigt Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann die Dresdnerinnen und Dresdner. Die Bürgermeisterin hat sich die App bereits selbst auf ihr Smartphone geladen. ?Die App unterstützt die Detektivarbeit des Gesundheitsamts. Mithilfe der App können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Kontakte von infizierten Personen schnell nachverfolgen, die Infektionsketten frühzeitig erkennen und durch gezielte Schutzmaßnahmen durchbrechen?, erklärt die Beigeordnete.

Bislang werden die Kontaktketten positiv getesteter Personen von den Gesundheitsämtern einzeln in akribischer Kleinarbeit ermittelt. Infizierte Personen müssen sich genau erinnern, mit wem sie in den letzten zwei Wochen engeren Kontakt hatten, das heißt: weniger als zwei Meter Abstand für mindestens 15 Minuten. Betroffene Personen werden nacheinander angerufen. Das ist immens zeitaufwändig, bindet viel Personal im Gesundheitsamt und ist zudem nicht immer vollständig. Denn viele Menschen, denen man in der Öffentlichkeit begegnet, kennt man überhaupt nicht. Das muss man auch in Zukunft nicht, denn dafür gibt es die App.

Die Nutzung der App ist freiwillig und sicher. Damit die App funktioniert, muss Bluetooth aktiviert sein. Die App ist so programmiert, dass sie andere Smartphones erfasst, auf denen die App ebenfalls installiert ist. Dazu tauschen die Geräte untereinander anonymisierte Zahlencodes aus. Das ist eine Art ?digitaler Handschlag?. Diese Schlüssel werden allerdings nicht permanent verschickt, sondern in Abständen von zweieinhalb bis fünf Minuten. Außerdem ändert die App die verschickten Codes häufig. Ein direkter Rückschluss auf den Handy-Nutzer ist somit nicht möglich. Die anonymisierten Daten werden nicht zentral auf Servern, sondern nur dezentral auf den Smartphones gespeichert. Die notwendige Speicherzeit von 14 Tagen entspricht der Inkubationszeit des Virus.

Wurde ein Anwender positiv auf das Corona-Virus getestet, muss er das selbst aktiv in seine App eingeben. Dafür bekommt er vom Arzt eine TAN, mit der er die Positiv-Meldung für seine Kontaktliste freigeben kann. Nun werden über einen Server alle näheren Kontaktpersonen benachrichtigt, die ebenfalls die App installiert haben. Sie können sich beim Gesundheitsamt melden und bekommen bei Bedarf die Möglichkeit, sich testen zu lassen.

Weitere Informationen rund um das Coronavirus:
www.dresden.de/corona

geschrieben am: 18.06.2020
Redaktion DD-INside.com


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