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Milde Temperaturen locken Frösche, Kröten und Molche aus Winterquartieren

Frösche, Kröten und Molche begeben sich wieder auf Wanderschaft zu ihren Laichgewässern. Dieses Naturschauspiel kann in Dresdner Wald- und Feuchtgebieten wie der Dresdner Heide derzeit beobachtet werden.

Auf dem Weg von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern bleibt es nicht aus, dass die Tiere stark befahrene Straßen queren müssen, beispielsweise die Ullersdorfer Landstraße oder die Langebrücker Straße in Dresden Klotzsche. Um Verluste durch den Straßenverkehr zu vermeiden, werden im Auftrag des Umweltamtes der Landeshauptstadt Amphibienschutzzäune aufgebaut. In hinter den Zäunen eingegrabenen Eimern werden die Lurche aufgefangen und von den Helferinnen und Helfern über die Straße getragen. In Dresden werden alle Amphibienzäune von Anwohnern, Naturschutzhelfern und Mitgliedern von Naturschutzverbänden ehrenamtlich betreut. Die Fangeimer müssen morgens und abends geleert werden, zudem registrieren die Helferinnen und Helfer alle wandernden Tiere.

?Durch die sehr trockene Witterung der letzten beiden Jahre haben sich die Bestände der Lurche deutlich reduziert. Erhielten 2018 noch über 11 000 Tiere in Dresden Straßenquerungshilfe, so zählten die ehrenamtlichen Helfer 2019 nur knapp 6500 Amphibien, das sind lediglich 58 Prozent der Vorjahreszahl?, berichtet Harald Wolf, Artenschützer bei der unteren Naturschutzbehörde des Dresdner Umweltamts. ?Für dieses Jahr erwarten wir einen weiteren Rückgang der Zahlen, da das Jahr 2019 ebenfalls sehr trocken war?, ergänzt er.

Damit die Amphibien im Frühjahr überhaupt aktiv werden und sich zur Paarung begeben, muss sich der Boden ausreichend erwärmt haben und feuchtwarme Witterung einsetzen. Der Springfrosch ist einer der ersten Wanderer im Jahr und in diesem Jahr schon seit Mitte Februar unterwegs.
Alle heimischen Lurche sind für ihre Fortpflanzung auf Wasser angewiesen. Im Wasser erfolgen dann die Paarung, die Eiablage ? das sogenannte Ablaichen ? und über das Kaulquappenstadium die Entwicklung zum erwachsenen Tier. Dieses wandert dann bei nicht wassergebundenen Arten vom Gewässer weg in seinen Landlebensraum.

Im Dresdner Stadtgebiet begeben sich hauptsächlich Erdkröten und Grasfrösche auf Wanderung, aber auch seltene Vertreter wie die Knoblauchkröte oder der Springfrosch sind vereinzelt anzutreffen. Allen gemeinsam ist, dass sie zu den gesetzlich geschützten Arten zählen. Die wechselwarmen Tiere sind von großer Bedeutung für das heimische Ökosystem und ein wichtiges Glied in der Nahrungskette.

An folgenden Straßen werden Amphibienschutzzäune aufgestellt:

  • Lange Folgen, Liegau-Augustusbad
  • Ullersdorfer Straße, Dresden
  • Langebrücker Straße, Dresden
  • Pesterwitzer Straße, Dresden
  • Am Altfrankener Park, Dresden
  • Steinbacher Grundstraße, Dresden
  • Stausee Rennersdorf, Dresden
  • Rossendorfer Teich, Dresden
  • Helfenberg, Dresden
  • Gondelteich Hellerau, Dresden.

Wann an welchen Orten die Zäune aufgestellt werden, entscheiden die ehrenamtlichen Helfer je nach Bedarf, dem tatsächlichen Wanderverhalten.

geschrieben am: 26.02.2020
Redaktion DD-INside.com


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