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Bürger sollen Daten für klimafreundlichen Stadtverkehr sammeln

?Dresden in Bewegung? ? unter diesem Titel läuft an der TU Dresden eine stadtweite Mobilitätserhebung per Smartphone-App. Noch bis 24. November 2019 können Personen die eigene Mobilität näher kennenlernen und helfen, den Verkehr in Dresden besser und nachhaltiger zu gestalten. Das geht ganz leicht: Einfach die vom schwedischen Unternehmen Trivector entwickelte App TravelVu installieren und das Smartphone auf den täglichen Wegen in der Hosentasche lassen. Eine Registrierung ist nicht nötig. Die aktive Beteiligung möglichst vieler Dresdnerinnen und Dresdner schafft eine einmalige Datenbasis für die künftige Verkehrsplanung auf Grundlage des alltäglichen Mobilitätsverhaltens im Stadtgebiet.

?Die Erprobung des neuen Untersuchungsformates wird von der Landeshauptstadt Dresden unterstützt. Mobilitätsdaten sind die Grundlage für zuverlässige Verkehrsprognosen und damit für die künftige, nachhaltige Stadt- und Verkehrsplanung?, stellt Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain fest. Diese Daten werden seit vielen Jahrzehnten regelmäßig über das von der TU Dresden entwickelte und eingesetzte ?System repräsentativer Verkehrserhebungen? (SrV) gesammelt. Die App kann perspektivisch dazu beitragen, dieses System weiter zu entwickeln und noch effizienter zu gestalten. ?Für uns ist besonders der europäische Ansatz interessant. Wir können über verkehrsplanerisch relevante Daten aus anderen deutschen Städten hinaus auch den direkten internationalen Vergleich ziehen. Von großer Bedeutung sind dabei die einheitliche Untersuchungsmethodik sowie die Gleichzeitigkeit der Erhebung?, stellt Schmidt-Lamontain den Wert des Projekts für die städtische Mobilitätsplanung heraus.

Mitmachen können alle Personen ab 18 Jahren, die sich überwiegend in Dresden aufhalten. In anschaulichem App-Design kann man nachverfolgen, wie man sich inner- und außerhalb von Dresden fortbewegt und wieviel Zeit dabei mit verschiedenen Aktivitäten verbracht wird. Lernende Algorithmen sowie Sensoren im Smartphone unterstützen die Erfassung und schlagen Verkehrsmittel und Aktivitäten vor. Darüber hinaus ist es möglich, die eigenen Wege und Aktivitäten in einer interaktiven Karte nachzuvollziehen und gegebenenfalls anzupassen.

Die im Rahmen des Forschungsprojektes auf diese Weise erhobenen Daten werden anonym erfasst. Die Ergebnisse werden nach Abschluss des Projektes stets zusammengefasst dargestellt, sodass Rückschlüsse auf die einzelne Person nicht möglich sind. Für die Nutzerinnen und Nutzer der App ist es möglich, sich interessante Auswertungen zum eigenen Mobilitätsverhalten in der App anzeigen zu lassen. Ebenso können die eigenen Daten heruntergeladen werden.

?Dresden in Bewegung? ist Teil eines internationalen Projektes, welches vom Netzwerk EIT Climate-KIC, angesiedelt am Europäischen Institut für Innovation und Technologie, finanziert wird. Parallel finden Erhebungen in Norwegen, Dänemark und Italien statt, welche von einem Expertenteam aus verschiedenen Ländern Europas begleitet werden.

geschrieben am: 06.11.2019
Redaktion DD-INside.com


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