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Sucht im Blick

Der aktuelle Suchtbericht vermeldet: 3 248 Mal mussten im Jahr 2017 Dresdner Kinder, Jugendliche und Erwachsene aufgrund des Konsums legaler und illegaler Drogen im Krankenhaus behandelt werden. Das ist ein Anstieg um 17 Prozent gegenüber 2016. Wie schon in den Vorjahren steht Alkoholmissbrauch an erster Stelle. In der aktuellen Statistik macht dieser 81 Prozent der substanzbedingten Krankenhausbehandlungen aus. Es folgen stationäre Behandlungen aufgrund von multiplem Substanzgebrauch (7 Prozent), wegen des Konsums von Stimulanzien einschließlich Crystal (4,5 Prozent) sowie im Zusammenhang mit Cannabis (4 Prozent). Der letzte Suchbericht dokumentiert die gleiche Reihenfolge. Der deutliche Gesamtzuwachs der Krankenhausaufenthalte erklärt sich aus dem markanten Anstieg des Alkoholmissbrauchs: ein Plus von 22 Prozent steht in der Bilanz. 2017 war Alkohol der dritthäufigste Grund für stationäre Aufnahmen an Krankenhäusern ? nach Geburten und Herzinsuffizienz.

?Mit Sorge beobachten wir auch die Behandlungszahlen wegen des Konsums von Cannabis?, sagt die städtische Sucht-Koordinatorin Dr. Kristin Ferse. Die stationären Behandlungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr erneut um 23 Prozent. In der Altersgruppe der unter 15-Jährigen haben sich die Fallzahlen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Erfreuliche Tendenzen ? wenn auch nicht in allen Altersgruppen ? zeigen sich anhand insgesamt gesunkener Zahlen stationärer Behandlungen infolge multiplen Substanzgebrauchs und leicht gesunkener Zahlen im Kontext von Stimulanzien einschließlich Crystal. Im Stadtgebiet Dresden wurden im Jahr 2018 drei Drogentote registriert. Im Vorjahr waren es sieben.

Positive Tendenzen zeigt die aktuelle Kommunale Bürgerumfrage. Der Anteil der Nichtraucher unter den Dresdnern steigt kontinuierlich. Im Jahr 2018 waren es bereits 83 Prozent. Ebenfalls erfreuliches vermeldet die Polizeiliche Kriminalstatistik. Der Vergleich der Zahlen für 2017 und 2018 zeigt einen Rückgang der Rauschgiftdelikte ohne direkte Beschaffungskriminalität um 12,9 Prozent. Auch die Anzahl der Tatverdächtigen sank in dem Zeitraum um 7,4 Prozent, wobei die Anteile der Jugendlichen (12,9 Prozent) und Heranwachsenden (18,7 Prozent) jedoch anstiegen. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen reduzierte sich von 32 Prozent auf 28,7 Prozent. Der Anteil der Rauschgiftdelikte an der Gesamtkriminalität stieg von 3,6 Prozent auf 5 Prozent an.

geschrieben am: 08.08.2019
Redaktion DD-INside.com


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