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Johannstadt: Gute Geister im Wohnviertel

Stadt fördert Quartiersassistenten

Quartiersassistenten helfen Senioren und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Sie sind gute Geister im Wohngebiet. Sieben solcher geförderten Stellen gibt es bislang in Dresden. Eine von ihnen hat Simone Dutschmann. Sie ist seit Kurzem im DRK-Begegnungs- und Beratungszentrum ?Johann? an der Striesener Straße 39, in Johannstadt-Süd im Einsatz. Simone Dutschmann geht als Quartiersassistentin mit Seniorinnen und Senioren spazieren, begleitet sie bei Ausflügen und Halbtagesfahrten, liest vor, hilft bei Veranstaltungen und betreut den offenen Gartentreff und das Gymnastikangebot im Kneippgarten.

?Mit Quartiersassistenz wollen wir vor allem zwei Dinge erreichen: Menschen in Arbeit bringen und das Miteinander im Wohnquartier verbessern?, erklärt Dresdens Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen, Dr. Kristin Klaudia Kaufmann. ?Im Fokus stehen die Teilhabe am Arbeitsleben sowie das Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl. Quartiersassistenz soll ein Beitrag sein für zukunftsfähige und verlässliche Nachbarschaften, in denen sich Menschen generationsübergreifend unterstützen. Im Stadtteil Johannstadt funktioniert das schon sehr gut. Dieses Erfolgsmodell für lebendige Nachbarschaften wollen wir Schritt für Schritt in weitere Stadtteile bringen. Wir sagen der Vereinsamung den Kampf an?, kündigt die Sozialbürgermeisterin an.

Weitere Quartiersassistenten sind u. a. in den Stadtbezirken Loschwitz, Altstadt und in Cotta geplant.

Das Sozialamt hat die Quartiersassistenz auf der Basis der neuen Jobcenter-Förderung ?Teilhabe am Arbeitsleben? entwickelt. Dabei erhalten die Arbeitgeber bis zu 100 Prozent Lohnkostenzuschuss vom Jobcenter. Der Lohn wird maximal fünf Jahre gestützt. In den ersten beiden Jahren zu 100 Prozent. Danach sinkt er um jährlich zehn Prozent. Den städtischen Sozialplanern ist vor allem die soziale und regionale Infrastruktur wichtig. Um das zu unterstützen, stockt das Sozialamt das Angebot mit einer Pauschale für Sachkosten auf: 175 Euro im Jahr 2019 und 200 Euro im Jahr 2020, pro Arbeitsplatz und Monat.

Die Quartiersassistentinnen und der Quartiersassistent sollen bedarfsgerecht im Quartier arbeiten. Ihre Arbeit soll an die Ressourcen und den Bedarf der Anwohnerinnen und Anwohner anknüpfen. Grundsätzlich gilt: Menschen, die selbst Unterstützung brauchen, handeln für Menschen die unterstützt werden wollen. Das sind insbesondere Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Pflegebedarf, Menschen mit Behinderung, Erwerbslose sowie Migrantinnen und Migranten. Quartiersassistenz bringt sie nach dem Prinzip ?Stärken stärken? zusammen. Das gemeinsame Tun soll im Quartier Integration und Verständnis für die Situation des anderen schaffen. Das gilt beispielsweise zwischen Arbeitenden und Arbeitslosen, jungen und alten Menschen sowie deutschen und ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Aus der Quartiersassistenz heraus könnten sich Strukturen entwickeln und neue Netzwerke bilden. All das ist gut für das Zusammenleben.

Weitere Informationen unter www.dresden.de/sozialfoerderung

geschrieben am: 04.07.2019
Redaktion DD-INside.com


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