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Winterdienst ist startklar

Das Salzlager ist gefüllt, an den Räumfahrzeugen sind Streutechnik und Schneeschieber montiert und die Dienstpläne liegen fertig in der Schublade: Der Winterdienst in der Landeshauptstadt Dresden ist einsatzbereit für den kommenden Winter. 44 Fahrzeuge stehen bereit, um die Dresdner Straßen im Zweischichtbetrieb zu beräumen und zu streuen. Rund 718 Kilometer des 1 400 Kilometer langen Straßennetzes betreut der Winterdienst der Landeshauptstadt Dresden. Die Tourenpläne umfassen vorrangig Hauptverkehrsadern, wichtige Straßen in den Höhenlagen und mit stärkerem Gefälle, die auch vom Busverkehr genutzt werden. Sechs Glättemeldeanlagen auf sensiblen Straßenabschnitten liefern laufend aktuelle Daten. Diese fließen zusammen mit den Ergebnissen aus dem Thermalmapping, welches im Winter 2013 durchgeführt wurde, und aktuellen Wetterdaten in Vorhersagemodelle ein, die für die Routenplanung genutzt werden. Neben den Straßen zählen öffentliche Gehwege, Radwege, Treppen und Überwege mit einer Gesamtfläche von 265 000 Quadratmetern zum Verantwortungsbereich des städtischen Winterdienstes. ?

Mit dem Winterdienst beauftragt sind der Regiebetrieb ?Zentrale Technische Dienstleistungen? der Landeshauptstadt Dresden und sechs mittelständische Unternehmen aus der Stadt, die eigenverantwortlich festgelegte Strecken räumen und streuen. Für die Leistungen des städtischen Straßenwinterdienstes sind 1,5 Millionen Euro im Haushalt eingeplant. Dazu kommen 1,5 Millionen Euro für Fremdleistungen und 500 000 Euro für den Materialeinkauf. Weitere 150 000 Euro stehen für das Räumen und Streuen des Elberadweges zur Verfügung. Im Auftrag der Stadt wird ein Unternehmen die Abschnitte zwischen Steinstraße und Blauem Wunder auf der linkselbischen Seite und zwischen Waldschlößchenbrücke bis Molenbrücke auf der rechtselbischen Elbeseite betreuen. ?

Die Kosten für den Winterdienst 2017/18 beliefen sich insgesamt auf 1,37 Millionen Euro für externe Auftragnehmer. Dazu kommen städtische Leistungen in Höhe von 1,44 Millionen Euro und Kosten für Material von 109 000 Euro.?

Anlieger haben im Winter bei Schnee und Eis folgende Pflichten:?

In Dresden sind Anlieger im Winter verpflichtet, montags bis sonnabends bis 7 Uhr und sonn- und feiertags bis 9 Uhr öffentliche Wege entlang ihrer Grundstücksgrenzen auf einer Breite von 1,50 Meter, bei Bedarf breiter, von Schnee zu beräumen bzw. bei Eisglätte abzustumpfen. Sooft es die Sicherheit erfordert, ist dies tagsüber bis 20 Uhr zu wiederholen. Der Einsatz von Tausalz oder schmutzenden Stoffen wie Asche oder Kohlengrus ist verboten. Erlaubt sind abstumpfende Materialien wie Sand, Splitt oder salzfreies Granulat. Nur im Ausnahmefall, wenn die Freihaltung anders nicht gewährleistet werden kann, darf Auftausalz an Hydranten, Absperrschiebern und Treppen benutzt werden.?

Schnee und Eis dürfen nicht auf die Fahrbahn geschoben werden, sondern nur an den Gehwegrand oder, sofern der Platz dort nicht ausreicht, an den Fahrbahnrand. An stark frequentierten Übergangsstellen wie Haltestellen, Fußgängerüberwegen, Kreuzungen und Einmündungen müssen ausreichend Durchgänge im Schneewall eingerichtet sein. Außerdem sind Straßeneinläufe, Schaltkästen und Hydranten freizuhalten.?

Gefährliche Eiszapfen an Dächern und Dachrinnen sind zu beseitigen. Außerdem müssen Gefahrenstellen, die etwa durch drohenden Schnee- oder Eisabgang von Dächern oder Überfrierungen nach Rohrbrüchen entstehen, abgesichert werden. Nach der Winterperiode sind die Reste von Streugut zu entfernen.

geschrieben am: 08.11.2018
Redaktion DD-INside.com


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