NEWSTICKER

Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser.

Lebensmittelüberwachung 2017 in Dresden

Leckeres Softeis, ein saftiges Steak, ein Glas kühlen Weins, frisches Obst, knackiges Gemüse ? klingt appetitlich und ist es in der Regel auch. Wie in Küchen, an Marktständen und Lagern mit Lebensmitteln umgegangen werden soll, ist streng geregelt. Unserer Gesundheit zuliebe. Und als Gast oder Kunde möchte man sich darauf verlassen können. Die Lebensmittelkontrolleure der Landeshauptstadt Dresden sorgen dafür. Über ihre Arbeit 2017 berichten der Erste Bürgermeister Detlef Sittel, Kerstin Normann, Leiterin des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, sowie Dr. Lillian Raffelt, Abteilungsleiterin Lebensmittelüberwachung, heute, Montag, 16. April, auf einer Pressekonferenz im Dresdner Rathaus.

?Die Lebensmittelkontrolle in Dresden geschieht auf hohem Niveau. Mit moderner Technik werden Kontrolldaten vor Ort schnell und nachhaltig erfasst. Regelmäßige Kontrollen geben Sicherheit, verhindern Missbrauch und bieten Schutz vor Täuschung und Irreführung des Verbrauchers. Dafür achten wir auf stetigen Personalzuwachs sowie gute Ausbildung und optimale Ausstattung der Lebensmittelkontrolleure?, so der Erste Bürgermeister Detlef Sittel.

Die Lebensmittelüberwachung in Dresden ist derzeit mit 25 Lebensmittelkontrolleuren, einem Sachbearbeiter für Lebensmittelhygiene und Lebensmittelkontrolle, fünf amtlichen Tierärzte und drei Lebensmittelchemikern unterwegs. Sie kontrollieren in Betrieben, auf Märkten, Messen und bei Festen. 6489 Betriebe insgesamt hat die Lebensmittelüberwachung in Dresden erfasst. 2017 sind davon 4007 Betriebe kontrolliert worden. 8228 Kontrollen waren es insgesamt. Dazu gehören 36 der 529 Primärerzeuger, wie Milchbetriebe, Gartenbaubetriebe, Weinerzeuger. Kontrolliert wurden 94 der 136 Hersteller und Abpacker von Fertiggerichten, Feinkost, Kosmetik, Tabak u. a. Von 136 Importeuren, Exporteuren und Großhändlern z. B. im Obst- und Gemüsegroßhandel und Kühlhäusern bekamen 67 Besuch vom Amt. Einzelhändler, wie Supermärkte, Bäckereifilialen, Drogerien und Internethandelsunternehmen stehen 2116 auf der Liste. Davon sind 1174 kontrolliert worden. Von 3359 Dienstleistungsbetrieben kontrollierten die Fachleute 2458, darunter 1343 Küchen, 94 Hotels, 939 Restaurants, 494 Imbissbetriebe und auch die 429 Tagesmütter und -väter. Auf Hygiene geprüft worden sind im vergangenen Jahr 36 Fleischereien, 72 Bäckereien, 20 Konditoreien und 48 Speiseeishersteller. Das sind 176 Betriebe von insgesamt 198 Herstellern mit Verkauf auf Einzelhandelsebene.
Bei den insgesamt 8228 Kontrollen waren 586 Nachkontrollen und 1972 Kontrollen auf Märkten, Festen, Sonderveranstaltungen und Messen. In Imbiss- und Marktständen werden die bauliche Ausstattung, Ordnung und Sauberkeit und die Bereitstellung von Wasser zum Händewaschen geprüft. Außerdem ist die ordnungsgemäße Kennzeichnung von Allergenen und Zusatzstoffen nachzuweisen. Und der Kontrolleur achtet darauf, ob ein Lebensmittelunternehmer, der Prosecco in seiner Getränkekarte auslobt, den auch tatsächlich im Kühlschrank hat und keinen Vino Frizzante. 64 Prozent der Kontrollen fanden in Restaurants, Küchen, Imbiss etc. statt. Im Einzelhandel wurden 28 Prozent der Anbieter überprüft.

Probe ist nicht gleich Probe
Da gibt es Planproben. Sie sind gesetzlich festgelegt. Jeder Lebensmittelkontrolleur hat davon etwa sechs bis sieben pro Monat im Kalender. Eine Verdachtsprobe ist dran, wenn die Eierschecke gar zu gelb und kein Farbstoff gekennzeichnet ist. Oder ein Lebensmittel schmeckt nicht, wie es sollte. Eine Verfolgsprobe wird entnommen, wenn eine Planprobe beanstandet wurde. Geprüft wird dann, ob der Mangel behoben ist. Verfolgsproben sind kostenpflichtig. Beschwerdeprobe sind konkrete Bürgeranliegen. Dresdnerinnen und Dresdner bringen hier Lebensmittel direkt ins Amt, weil sie vermuten, dass etwas nicht stimmt. 2017 waren das unter anderem Kekse mit Maden. Auch wenn der Trend hier zu neuen Alternativen geht und durchaus schon Mehlwurmmehl im Angebot ist, leben sollten sie nicht mehr. Solche Proben gehen an die Landesuntersuchungsanstalt.
Die Kontrolleure entnahmen 2017 insgesamt 2230 Proben in 810 Betrieben. Bei 396 Proben gab es Beanstandungen. Aus gravierenden Verstößen zu den Kontrollen und Beanstandungen bei den Proben resultierten 45 Bußgeldverfahren und zwei Strafanzeigen. Das waren sieben Bußgeldverfahren mehr als 2016, dafür zehn Strafverfahren weniger als im Vorjahr. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellten 2017 in den kontrollierten Betrieben 94 Verstöße fest. 2016 waren es 127. Beanstandet wurden in 40 Prozent der Fälle vor allem die allgemeine Betriebshygiene, die Ordnung und die Sauberkeit. Weitere 30 Prozent betrafen die Eigenkontrolle, die Dokumentationen sowie die Schulung des Personals zum Thema Lebensmittelhygiene. Nicht korrekt waren bei 17 Prozent die Kennzeichnung und Aufmachung der Lebensmittel. Bei zwei Prozent der Lebensmittel stimmte die Zusammensetzung nicht.

Wie kann man sich eine Lebensmittelkontrolle vorstellen?
Die Kontrollen werden auf der Grundlage einer Risikobeurteilung des Betriebes durchgeführt: Nach einer Verwaltungsvorschrift wird jeder Betrieb in eine bestimmte Risikoklasse und -kategorie eingeordnet. Aus dieser Eingruppierung ergibt sich die Kontrollfrequenz. So werden z. B. Restaurants und Küchen oder Bäckereien in der Regel vierteljährlich bis halbjährlich, Supermärkte dagegen im Durchschnitt einmal jährlich kontrolliert. Je nach Aufgabe und Größe des Objektes sind ein oder zwei Mitarbeiter vor Ort. Bei einer Plankontrolle gibt es in der Regel zuerst einen Betriebsrundgang. Hier werden Räume, bauliche und hygienische Ausstattung begutachtet und natürlich Ordnung und Sauberkeit. Überprüft werden die Lebensmittel, deren Temperaturen bei Lagerung und Verarbeitung, Haltbarkeit und Kennzeichnung der Inhaltsstoffe. Proben werden entnommen. Aber es geht vor Ort auch in die Büros, um Wartungs- und Reinigungspläne zu prüfen oder Schulungsnachweise und Arbeitsanweisungen für Hygiene und Desinfektion einzusehen. Kontrolliert wird, wie das Unternehmen die Eigenkontrolle realisiert. Ausgestattet sind die Lebensmittelkontrolleure mit mobiler Technik, wie Laptop, Hygienekleidung, geeichte Thermometer, Lupe, Fotoapparat, Probegefäße, Kühltasche sowie Tupfer. Die Kontrollen sind in der Regel unangekündigt. Ausnahmen sind Neueröffnungen. Hier sind die Kontrolleure bei der Abnahme dabei.

Weitere Informationen unter:
www.dresden.de/de/rathaus/dienstleistungen/lebensmittelueberwachung

geschrieben am: 16.04.2018
Redaktion DD-INside.com


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN
Russell Brand (35), Komiker, verkauft für Katy Perry (25) seine Junggesellenwohnung. «Jetzt, da die beiden heiraten, fühlt Katy sich nicht mehr wohl bei dem Gedanken an die ganzen Mädels, die wissen, wo Russell wohnt», sagt ... mehr
Comedian Kurt Krömer hat beim Fernsehsender RBB gekündigt. Das berichtet die «Berliner Zeitung» in ihrer Donnerstagausgabe. «Nach der fünften Staffel meiner ,Internationalen Show- im nächsten Jahr ist Schluss&raq ... mehr
Bis zum 30. Juni ist in der Haupt- und Musikbibliothek der Städtischen Bibliotheken Dresden, Freiberger Straße 33, die Ausstellung ?100 Jahre Frauengeschichte? zu sehen. Die vom Dresdner Frauenstadtarchiv, dem Frauenbildungszentrum ? Hi ... mehr
Die Mitarbeiter des Regiebetriebes Zentrale Technische Dienstleistungen pflanzen ab Donnerstag, 19. Mai Sommerblumen in Dresden. Begonnen wird im Umfeld der Trümmerfrau am Rathausplatz. Hier werden 5 500 Pflanzen blühen. Weiter geht es mi ... mehr
VerkehrshinweiseDas Käthe-Kollwitz-Ufer ist an der Brückenbaustelle uneingeschränkt befahrbar. Der Elbradweg auf der Altstädter Seite wird an den Arbeitstagen aus Sicherheitsgründen über das Käthe-Kollwitz-Ufer um ... mehr
Auch im Schuljahr 2011/2012 werden die Ganztagsangebote an Dresdner Grund- und Mittelschulen, Gymnasien und Förderschulen qualitativ weiter ausgebaut. Für 98 kommunale Schulen der Landeshauptstadt Dresden reichte die Sächsische Bildu ... mehr
Am Donnerstag, 1. Dezember, hat der Ausschuss für Wirtschaftsförderung die Vergabe der Dienstleistungskonzessionen für Wochenmärkte beschlossen. Ab 1. Januar 2012 überträgt die Landeshauptstadt die Organisation und Du ... mehr
m Sonntag, 9. September 2012 sind die Dresdner und ihre Gäste herzlich eingeladen, sich auf Entdeckungsreise zu begeben. Der bundesweite ?Tag des offenen Denkmals? widmet sich dieses Jahr dem Naturstoff Holz, als ältestem Baustoff der Men ... mehr
Am Sonnabend, 8. September, beginnt der diesjährige Dresdner Herbstmarkt. Bis zum 3. Oktober bieten dann rund 110 Händler täglich von 10 bis 19 Uhr ihre Waren auf dem Altmarkt an. Passend zur Erntezeit werden unter anderem Obst und G ... mehr
Die Kreuzung Strehlener Straße/Franklinstraße ist schon länger ein Unfallschwerpunkt, der jetzt wie folgt entschärft wurde: Die Franklinstraße ist vor der Kreuzung nur noch einspurig befahrbar. ... mehr
ANZEIGE
NEUE NACHRICHTEN
Die Sonne meint es seit Monaten besonders gut. Damit wächst aber auch die Brandgefahr besonders auf Wiesen, Feldern und in den Wäldern. Jeder kann jedoch durch achtsames und be ... mehr
INFO
Facebook Twitter Goolge Plus DD-INside


Anzeige