NEWSTICKER

Gutes „Leben in Dresden“ – Auswertung der Kommunalen Bürgerumfrage 2016

Im März 2016 verschickte die Stadt 12 500 Fragebögen an Dresdnerinnen und Dresdner zur elften Kommunalen Bürgerumfrage (KBU) seit 1993. Erstmals konnte der Fragebogen auch online ausgefüllt werden. 15,5 Prozent der Beteiligten nutzten dieses Angebot. Mit insgesamt 4 435 gültigen Rückmeldungen sind statistisch zuverlässige Aussagen, detailliert bis in 17 zusammengefasste Stadtteile möglich. Erfragt wurden Fakten, Meinungen und Wünsche zu Wohnen, Umwelt, Umziehen, finanzielle Situation, Stadtentwicklung und Verkehr, Arbeit der Stadtverwaltung und Sicherheitsgefühl. Der Erste Bürgermeister Detlef Sittel nutzte die Gelegenheit, allen Dresdnern zu danken, die sich an der kommunalen Umfrage beteiligt haben: "36,1 Prozent der Angeschriebenen haben die Fragebögen ausgefüllt und zurückgesandt. Dieses Feedback kann sich sehen lassen und das Ergebnis auf den Punkt gebracht: Den Dresdnern geht es so gut wie nie?.

Die persönliche wirtschaftliche Lage wird im Vergleich mit bisherigen Umfragen am besten bewertet. 65 Prozent der Befragten schätzen sie als ?sehr gut? oder ?gut? ein  (2014: 58 Prozent). Die Erwartungen an die zukünftige Entwicklung sind ebenso sehr positiv: Etwa 15 Prozent erwarten eine Verbesserung (2014: 20 Prozent) und nur zwölf Prozent sind eher pessimistisch (2014: 14 Prozent).

Einkommen der Dresdner Haushalte steigen weiter: Das durchschnittliche Nettoeinkommen eines Dresdner Haushaltes ist seit der letzten KBU im Jahr 2014 um knapp elf Prozent angestiegen. Der Einkommensanstieg ist damit deutlich höher ausgefallen als noch zwischen 2012 und 2014. Im Februar 2016 verfügte ein Dresdner Haushalt monatlich im Durchschnitt über ein Einkommen von 2 090 Euro (Median). Die größten Steigerungen sind bei Paaren ohne Kinder zu verzeichnen. Sie verfügen jetzt über 14 Prozent mehr Einkommen. Dafür bleiben Zuwächse bei Befragten ohne Partner aus und Einpersonenhaushalte verfügten über ein etwas geringeres Einkommen als 2014.

Für die Beurteilung der Einkommenssituation in der Landeshauptstadt eignet sich das bedarfsgewichtete Nettoäquivalenzeinkommen besser. Hierbei wird das Einkommen abhängig von Haushaltsgröße und -zusammensetzung je Person umgerechnet, um die Verteilung der finanziellen Ausstattung besser beschreiben zu können. Das durchschnittliche bedarfsgewichtete Nettoäquivalenzeinkommen ist seit 1993 um 79 Prozent angewachsen. Es liegt jetzt bei 1 600 Euro gegenüber 1 444 im Jahr 2014. Etwa 15 Prozent der Haushalte verfügen über weniger als 60 Prozent des städtischen Äquivalenzeinkommens und gelten damit als armutsgefährdet. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als 2014. Bei Einpersonenhaushalten liegt die Schwelle zur Armutsgefährdung gegenwärtig bei 960 Euro Nettoeinkommen pro Monat.

Große Zufriedenheit mit der Wohnung und der Stadt, Wohnkosten steigen: Die Dresdnerinnen und Dresdner sind mit der Wohnung, der Wohngegend und der Stadt ausgesprochen zufrieden. Die ?Durchschnittsnoten? bei der Bewertung der Wohnung und der Wohngegend erreichen seit 2010 zum vierten Mal in Folge die bis dahin jeweils beste Note von 1,9. Die Stadt allgemein erhält ebenfalls die Durchschnittsnote 1,9.

16 Prozent der Dresdner Haushalte wohnen in ihrem eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung. Eine durchschnittliche bewohnte Dresdner Wohnung ist 72,6 Quadratmeter groß und hat statistisch betrachtet 2,9 Räume. Etwa drei Viertel der Haushalte verfügen über einen Balkon, eine Terrasse oder eine Loggia. Der größte Teil der Haushalte - 45 Prozent - heizt mit Fernwärme, etwa 41 Prozent mit Erdgas. 21 Prozent der Haushalte geben an, in einer alten- und behindertengerechten Wohnung zu leben. Zwölf Prozent wohnen laut eigenen Angaben in einer rollstuhlgerechten Wohnung.

Die ?durchschnittliche Dresdner Mietwohnung? kostet monatlich 532 Euro (8,21 Euro je Quadratmeter), davon betragen die Grundmiete 395 Euro (5,96 Euro je Quadratmeter), die kalten Betriebskosten 77 Euro (1,17 Euro je Quadratmeter) und die Kosten für Heizung und Wassererwärmung 74 Euro (1,12 Euro je Quadratmeter).

Gegenüber der KBU im Jahr 2014 betrug der Anstieg der Grundmiete etwa 2,4 Prozent pro Jahr. Während die kalten Betriebskosten stabil blieben, sanken die ?warmen? Betriebskosten wieder. Die Wohnungskosten belasten einen Dresdner Mieterhaushalt mit durchschnittlich 27 Prozent.

Umzugswünsche und -motive: Innerhalb der nächsten zwei Jahre wollen ? ähnlich wie bei den Umfragen seit 2007 ? 15 Prozent der Befragten umziehen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre geben insgesamt weitere acht Prozent an, umziehen zu wollen. Stärkste Motive für den Umzug innerhalb Dresdens sind  eine größere Wohnung, eine moderner ausgestattete Wohnung sowie familiäre Gründe.
Weitere Themen: Für die Broschüre ?Hauptaussagen? wurden zudem folgende Themen aufbereitet: Wichtigkeit und Zufriedenheit mit Lebensbedingungen, Mobilität und Verkehr, Gesundheit, Leben mit Behinderung, Kinderbetreuung und Elternzeit, Pflege von Angehörigen, Einsatz für ausgewählte soziale Gruppen, Dresden aus Bürgersicht, größte Probleme in Dresden sowie Bürgerhinweise.

Die Veröffentlichung besteht aus zwei Broschüren: ?Hauptaussagen?  interpretiert und beschreibt auf 99 Seiten die Ergebnisse durch Texte und Grafiken, vergleicht mit länger zurückliegenden Umfragen und stellt Tendenzen heraus. Der ?Tabellenteil?  beinhaltet auf 372 Seiten die statistische Auswertung aller Fragen. Darüber hinaus werden ausgewählte Ergebnisse in Form eines interaktiven Atlas - KBU-Atlas - unter www.dresden.de/interaktiv zur Verfügung gestellt.

geschrieben am: 20.03.2017
Redaktion DD-INside.com


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN
Ab dem kommenden Montag, 31. Januar können Dresdnerinnen und Dresdner wieder in Vorbereitung zu den Gedenkfeierlichkeiten zum 13. Februar die Weiße Rose käuflich erwerben. Sie kostet zwei Euro und ist- in den Dresdner Treffpunkten d ... mehr
...dann ist die 9. Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften in DresdenAm Freitag, 1. Juli 2011 findet die 9. Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften statt. In der Zeit von 18 bis 1 Uhr öffnen vier Dresdner Hochschulen sowie 32 außeruniv ... mehr
Stadtarchiv Dresden dankt Dr. Hansjörg Schneider und Sigrid Brennemann?Hat das Stadtarchiv Interesse an einer theatergeschichtlichen Sammlung zu Dresden??, fragte Dr. Hansjörg Schneider beim Stadtarchiv an. So begann die enge Zusammenar ... mehr
Heute, 21. Mai, beginnen die Bauarbeiten auf dem Pkw-Parkplatz unterhalb der Carolabrücke. Voraussichtlich bis zum 31. Juli 2012 soll hier der neue Busparkplatz im Auftrag des Straßen- und Tiefbauamtes der Landeshauptstadt Dresden entste ... mehr
Ab Montag, 18. Juni bis Mitte September sind die Niedersedlitzer Straße halbseitig und die Senftenberger Straße voll gesperrt. Im Rahmen der Stadterneuerung in Dresden-Prohlis bauen Arbeiter die Niedersedlitzer Straße ab dem Alber ... mehr
Mark Knopfler veröffentlicht sein neues Solo-Doppelalbum „Privateering“ am 31. August   Nachdem er sich bei der diesjährigen Verleihung der Ivor-Novello-Awards über einen Lifetime Achievement Award freuen konnte, den ... mehr
Der Wochenmarkt Münchner Platz wird wegen des Feiertages am 1. Mai vorverlegt. Er findet deshalb einmalig am Dienstag, 30. April, von 8 bis 13 Uhr statt. Der Markt Jacob-Winter-Platz fällt hingegen am Mittwoch, 1. Mai, aus. Hier ist am  ... mehr
Am Sonnabend, 5. April 2014, findet an der Fachschule für Technik des Beruflichen Schulzentrums für Elektrotechnik Dresden, Strehlener Platz 2, offener Unterricht statt. Von 8 bis 14.45 Uhr laden die Lehrkräfte alle Interessenten ein ... mehr
Briefwahl- und Wahlvorstände müssen am 25. Mai und 31. August besetzt werden: 360 Wahlvorstände sowie 108 Briefwahlvorstände sorgen zur Europa- und Kommunalwahl am 25. Mai für einen reibungslosen Ablauf in den Wahllokalen u ... mehr
Die nächste Sitzung des Stadtrates findet am Donnerstag, 15. Mai 2014, 16 Uhr, in der Messe Dresden, Saal Hamburg, Messering 6, statt. ... mehr
ANZEIGE
NEUE NACHRICHTEN
Motto ?Vielfalt gemeinsam gestalten.? wird Programm Am Sonntag, 24. September, 15 Uhr eröffnet Oberbürgermeister Dirk Hilbert im Deutschen Hygiene-Museum die 27. Interkulturel ... mehr
Ein neues städtisches Faltblatt bietet diesen Service ?Schlichten statt streiten? ? so heißt ein neues Faltblatt der Landeshauptstadt Dresden. Es informiert über die 16 Schied ... mehr
Im Rahmen der 27. Interkulturellen Tage laden die Integrations- und Ausländerbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden, Kristina Winkler, und der Ortsamtsleiter des Ortsamtes Kl ... mehr
INFO
Facebook Twitter Goolge Plus DD-INside


Anzeige