Kultur
  • Ente, Tod und Tulpe

  • Wann:
  • 12.06.2014 | 18:00 Uhr

  • Wo:
  • Societaetstheater
  • Adresse:
  • An der Dreikönigskirche 1a | 01097 Dresden
  • Tickets:
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Ente, Tod und Tulpe
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Die Ente führt ihr beschauliches Leben, jeden Morgen watschelt sie zum Teich. Sie hat Spaß beim Schwimmen und Gründeln. Täglich sitzt sie auf der Wiese – ab und an kommt ein Brummer vorbei ... So geht es Tag für Tag. Doch die Ente ist nicht allein. - Schon länger hat sie so ein merkwürdiges Gefühl. Sie dreht sich um, und hinter ihr steht: der Tod. „Und jetzt - kommst du mich holen?“ - „Ich bin schon in deiner Nähe, solange du lebst.“ Das ungleiche Paar lernt sich kennen. Beide, Ente und Tod, machen ungewöhnliche Erfahrungen und sehen sich und die Welt aus einer ganz neuen Perspektive. Im Zusammenspiel von Musik, Puppen- und Schauspiel gewinnen die drei SpielerInnen der Geschichte von Wolf Erlbruch überraschenden Witz ab, finden poetische Bilder und nehmen die Zuschauer mit auf eine spannende Reise, an deren Ende die Ente unweigerlich stirbt. Auch der Tod „ist fast ein wenig betrübt. Aber so ist das Leben.“ ... Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten Berlin. Die Inszenierung ENTE, TOD und TULPE wurde als eine der zehn bemerkenswertesten deutschen Kindertheater-Inszenierungen zum augenblickmal-Festival 2009 in Berlin eingeladen und mit dem Ikarus-Preis 2009 ausgezeichnet. “Mit Gevatter ist gut gründeln. … Die Ente ist so groß, wie der Arm von Puppenspieler Heiki Ikkola lang ist, sie ist ein schlankes Tier mit langem Hals und entschlossenem Schnabel. Mit seiner Mimik unterstreicht Ikkola die ausgelassenen Bewegungen der Entenpuppe, die er in die Plastikschüssel, also den Teich, taucht. Ein roter Faden, der quer über die Bühne gespannt ist, stellt die Wasseroberfläche dar, unter der die Ente ausgiebig gründelt. Nichts ist anfangs zu spüren von dem traurigen Thema, um das es in dem Kinderbuch “Ente, Tod und Tulpe” von Wolf Erlbruch geht. Martina Couturier und Heiki Ikkola nähern sich seiner Umsetzung behutsam dem Thema Sterben und macht es im Stück für Kinder ab fünf Jahren verständlich. Bis der lauernde Tod wirklich auftritt, sehen sie der Ente beim Skelett, vor dem sich ein kleiner Junge vor der Aufführung noch fürchtete. – Die Ente kostet ihr Leben aus und zeigt dem Tod, wie das geht. Er muss mit ihr gründeln, und als er danach vor Kälte zittert, reibt ihn die Ente trocken und kuschelt sich an ihn, um ihn zu wärmen. … Und als sie dem Tod Urlaubsbilder zeigt – Ente auf Eiffelturm, Ente am Meer – ist auf jedem Foto auch der kleine karierte Kittel zu sehen. Der Tod war immer da. Musikalisch zart untermalt werden die vielen schönen Szenen dieses Stückes von Marie Elsa Drelon. – Am Ende wärmt der Tod die Ente, wiegt sie in seinen Armen. “Jetzt ist die Ente gestorben”, sagt ein kleines Mädchen. Es klingt nicht traurig, eher nach ’so ist das Leben’. Als letztes ist ein Diabild zu sehen: die Ente am Strand, den Schnabel im Wind. Das Leben nach dem Tod als ewiger Tag am Meer.” (Berliner Zeitung) Spieldauer ca. 45 Min. Regie: Jörg Lehmann | Produktion: Martina Couturier | Musik: Marie Elsa Drelon | Puppen: Sabine Köhler | Kostüm: Gabi Keuneke | Lichtdesign: Josia Werth | Spiel: Martina Couturier und Heiki Ikkola
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Kategorie: Kultur
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