DRESDEN

Dresden Löbtau

Der Stadtteil Löbtau liegt im Westen der sächsischen Hauptstadt Dresden und gehört zum Ortsamtsbereich Cotta. Er bedeckt eine Fläche von 2,34 km², liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 112 m über NN und hat circa 18.000 Einwohner. Von Löbtau aus hast du es nicht weit bis in die Innenstadt oder auch bis zur Technischen Universität Dresden. Durch Löbtau führt die Kesselsdorfer Straße, die auch als Zubringer zur Autobahn A17 dient. Du erreichst diesen Teil der Stadt mit den Straßenbahnlinien 6, 7 und 12 und mit den Buslinien 61, 62, 63, 85 und 90.

Geschichte

Löbtau wurde im Jahr 1068 das erste Mal unter dem Namen Liubituwa in den Urkunden erwähnt. Dieser Name stammt aus dem Sorbischen und bedeutet so viel wie „Leute des Lubeta“. Somit ist Löbtau eine der ältesten urkundlich erwähnten Gemeinden im Elbtal. Im 19. Jahrhundert griff das Wachstum der Stadt Dresden auch auf die Vororte über und die Einwohnerzahl von Löbtau vergrößerte sich um ein Vielfaches. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war dieser Teil der Stadt eine Fabrik- und Arbeitervorstadt. Im Jahr 1903 wurde Löbtau nach Dresden eingemeindet, mit damals 39.000 Einwohnern. Im Zweiten Weltkrieg wurde Löbtau teilweise zerstört. Heute ist der Stadtteil vor allem bei Familien und Studenten als Wohnort sehr beliebt.


Die einstige slawische Siedlung zählt zu den ältesten dokumentierten Orten im Elbtal. Die erste urkundliche Nennung stammt aus dem Jahre 1068 als Livbitwa. Die Dorfbewohner Dresden Löbtaus lebten überwiegend von der Viehzucht. Das fruchtbare Weideland des Weißeritzangers brachte dem Ort die scherzhafte Bezeichnung „Kuh-Löbtau“ ein.

Bereits im sechzehnten Jahrhundert wurden an der Weißeritz wassergetriebene Manufakturen und Mühlen erbaut, darunter auch eine Walkmühle. Der Weißeritzmühlgraben gilt als erstes bedeutendes Industriegebiet Dresdens.  Kurfürst Johann Georg IV erwarb 1692 ein großes Gartengrundstück, auf dem er ein Wasserpalais errichten ließ.

Auf dem Dorfanger in Dresden Löbtau wurde 1740 ein Galgen aufgestellt, unter dem bis 1837 Hinrichtungen stattfanden. Dennoch zählte Dresden Löbtau 1834 nur 163 Einwohner, jedoch vervielfachte sich die Bewohnerzahl in den kommenden Jahrzehnten. 1903 wurde Dresden Löbtau als eine der größten sächsischen Landgemeinden an die Landeshauptstadt angegliedert. Heute ist Dresden Löbtau vor allem für Familien, Senioren und Studenten ein attraktives Wohnviertel.
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