DRESDEN

Dresden Friedrichstadt

Der Stadtteil Friedrichstadt von Dresden liegt links von der Elbe, zählt zu den Dresdner Vorstädten und gehört zum Ortsamtsbereich Altstadt. Dieser Teil der Stadt liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 112 m über NN und hat circa 6.000 Einwohner. Du erreichst die Friedrichstadt mit dem Auto über die Bundesstraße 6 oder mit den Straßenbahnlinien 1, 2, 6 und 10. Außerdem bietet dir der nahegelegene Bahnhof Mitte die Möglichkeit, mit der Bahn in alle möglichen Richtungen zu fahren. In der Friedrichstadt befindet sich auch das Logistikzentrum, das für die CarGoTram zuständig ist, die die Gläserne Manufaktur beliefert. Besonders geprägt wird die Friedrichstadt durch das unter Denkmalschutz stehende Krankenhaus Friedrichstadt, von dem Teile bereits im Jahr 1719 erbaut wurden.

Die Zigarettenfabrik Yendize

In der Dresdner Friedrichstadt steht eine alte Zigarettenfabrik, die von außen wie eine Moschee aussieht. Anfang des 20. Jahrhunderts bestand ein Gesetz, das besagte, dass Fabriken, die im Zentrum von Dresden errichtet werden, nicht wie Fabriken aussehen durften. Daher ließ der Unternehmer Hugo Zietz seine Tabak- und Zigarettenfabrik so bauen, dass sie wie eine Moschee aussah, angelehnt an das türkische Gebiet bei Yenidze, aus dem er seinen Tabak importierte. Diese Fabrik wechselte im Laufe der Zeit mehrmals den Besitzer. Heute ist das Gebäude keine Zigarettenfabrik mehr, sondern beinhaltet größtenteils Büroräume. Es ist aber auch ein Restaurant in der Yenidze untergebracht, ebenso ein Biergarten auf dem Dach und unter der Kuppel aus buntem Glas finden häufig Lesungen statt.


Die erste urkundliche Erwähnung Dresden Friedrichstadt erfolgte mit dem Namen Oztrov im Jahre 1206, welcher 1730 in Neustadt geändert wurde und nur ein Jahr darauf, zu Ehren des damaligen Kurprinzen, in Friedrichstadt.

Um die Besiedlung zu fördern, wurde im 16. Jahrhundert Bauwilligen unentgeltlich Grund überlassen und weitere Vergünstigungen zugesagt. Der Dresdner Rat und die Handwerkerinnung begehrten dagegen auf, weil sie die entstehende Konkurrenz fürchteten. In Folge dessen erwarben vorrangig Adlige und Hofbeamte Grundstücke, um Sommergärten anzulegen.
Ab 1568 legte Kurfürst August von Sachsen in der Flur des heutigen Dresden Friedrichstadt ein großes Kammergut an, um die Versorgung des Hofes zu gewährleisten.  1720 entstand der Innere katholische Friedhof, vorerst für Hofmitglieder. Heute zählt der Friedhof in Dresden Friedrichstadt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Dresdens.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Marcolinipalais, welches heute zum Teil als Krankenhaus genutzt wird. 1835 verlor der Ort seine Selbstständigkeit und wurde zu Dresden Friedrichstadt eingemeindet.
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