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  • Schloss Klippenstein

  • Adresse:
  • Schloßstraße 6
  • PLZ / Ort:
  • 01454 | Radeberg
Schloss Klippenstein
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1289

Erste urkundliche Erwähnung der Radeberger Burg.

Friedrich der Kleine will seine Besitzungen, darunter "Castrum Radberch infeudatum" mit dem böhmischen König Wenzel II. tauschen.

 

Die Hauptburg auf einem Kegel aus Lausitzer Granit (Zweiglimmer- granodiorit) bestand aus einem steinernen Wohnturm (Grundriß) mit fünf Stockwerken, dem 70 Ellen (ca. 40m) hohen Bergfried und zwei weiteren Gebäuden. Eine Mauer von zwei Meter Dicke umschloss den dreieckigen Burghof. Eine zweite Mauer umschloss die Burg mit dem Zwinger.

 

Zum Schutz des Zuganges erhielt sie den "Eulen- oder Hungerturm", der bis 1810 als Gefängnis genutzt wurde und dessen Reste heute begehbar sind. Der angestaute Schlossteich und die Röder schützten die Burg zusätzlich.

 

1349/50

Im Lehnbuch von Markgraf Friedrich dem Älteren werden im Districtus Radeberg vier Vorwerke erwähnt.

 

1391

Die Pulsnitz wird für über 250 Jahre Grenze zwischen Böhmen und Sachsen. Radeberg erhält damit strategische Bedeutung.

 

1414

"Der Vogt zu Radeberg, Hans Flachs, legt in Dresden Rechnung über die Einkünfte von Schloss und Vorwerk Radeberg ab" - die älteste Rechnung des Amtes Radeberg

 

1463

Kurfürst Friedrich der Sanftmütige sucht im Radeberger Schloss Schutz vor der Pest.

 

1543

Herzog Moritz läßt die Burg durch Hans von Dehn-Rothfelser zum Jagdschloss Klippenstein ausbauen. Damit sollte dieser strategisch wichtige Ort militärisch abgesichert werden. Weitere Schlossbauten entstehen in Moritzburg und Tharandt.

 

1546

Abschluß des Schlossbaus. Die Kosten beliefen sich auf 3240 Meißner Gulden, 17 Groschen, 3 Pfennige. Es entstand eine repäsentative Dreiflügelanlage mit charakteristischen Renaissancegiebeln und Zwerchhäusern.

 

Die schwertseitig angelegte Reitertreppe 2 mit niedrigen und sehr tiefen Stufen führt vom unteren Schlosshof zur höher gelegenen Hauptburg - sie ermöglichte das Reiten bis in den oberen Hof. Ein repräsentatives Sandsteinportal 4 ziert den Eingang.

 

In der "Vorburg" befanden sich ein Stall für 25 Pferde, Unterkünfte und der Getreidespeicher. Mit seinem Erscheinungsbild, und besonders mit den Baudetails von 1543-46, bildet das Radeberger Schloß bau- und kunstgeschichtlich ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Georgenbau und dem Moritzbau des Dresdner Schlosses.


1551
Auf Befehl von Kurfüst Moritz wird das Amtserbbuch erstellt

 

1554

Kurfürst »Vater« August weilt auf Schloss Klippenstein

 

1590

Auf Befehl des Kurfürsten werden 120 Jagdhunde gehalten. Die Hundeställe befanden sich auf der anderen Röderseite, rechterhand des Jägerhauses. Die Hundestallbrücke ist noch erhalten.

 

1627

zeichnete der Oberlandbaumeister Dilich im Auftrag des Kurfürsten die älteste erhaltene Ansicht des Schlosses Klippenstein und der Stadt Radeberg.

 

1632

Kurfürst Johann Georg entsendet "etzliche Mußquetire zur bewachung dero Schloßes Radebergk" wegen der "herumstreifenden Croaten"

 

1641/42

Instandsetzungen des Schlosses nachdem es im 30jährigen Krieg "von Völkern sehr verderblich ruinirt"

 

1715

August der Starke befielt den Abbruch des Bergfrieds wegen Baufälligkeit. Die Steine werden zum Wiederaufbau nach dem Stadtbrand verwendet

 

1757

Der Dichter August Friedrich Langbein wird im Schloss geboren. Sein Vater ist hier Amtmann

 

1772

Großer Umbau der Hauptburg, die im Wesentlichen ihre heutige Gestalt erhält. Spätestens seit dieser Zeit wurde das Schloss hauptsächlich als Verwaltungsgebäude der Amtsverwaltung mit dem Rentenamt Finanzverwaltung) und dem Justizamt genutzt.






1813

weilt der russische Zar Alexander I im Schloss

 

1840

Das Amtsburglehn kommt zur Stadt Radeberg

 

1856

Bildung des Gerichtsamtes im Schloss






1879

Das Gerichtsamt wird Amtsgericht. Die Gefängniszellen befinden sich in der Vorburg

 

1945

Umsiedlerfamilien werden im Schloss untergebracht

 

1952

Auflösung des Amtsgerichtes, das Gebäude wird kommunal genutzt. Das Schloss dient kurzzeitig als Wanderquartier

 

1953

Gründung des Heimatmuseums in einigen Räumen der Hauptburg. Weitere Nutzer waren ein Jugendclub, der Kindergarten, die FDJ-Leitung und die NVA zur Musterung.

 

1985

Einsturz der Fürstentreppe auf 7m Länge, der Schuttkegel zerstört den unteren Hof.

 

1993

Die Stadt Radeberg wird Eigentümer des Schlosses. Beginn der umfangreichen, stufenweisen Sanierung.

 

Gründung des Vereins Schloss Klippenstein e.V.





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