KUNST & KULTUR
  • Hochschule für Bildende Künste

  • Adresse:
  • Georg-Treu-Platz
  • PLZ / Ort:
  • 01067 | Dresden
Hochschule für Bildende Künste
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kein
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vorhanden!
Am 1. Oktober 2000 erhielt die Hochschule für Bildende Künste Dresden den Ausstellungstrakt, das sogenannte "Oktogon", nach längerer Bauphase und fünfzigjährigem ruinösem Zustand zurück. Wie auch andere Teile der Hochschule war der Bereich des Oktogons in der Bombennacht vom 13. Februar 1945 stark getroffen worden. Mit der Sanierung wurde auch die "Fama" hoch oben auf der Zitronenpresse instandgesetzt.

Die Baulichkeiten befinden sich im Süd-Ost-Trakt des Hochschulgebäudes, nach außen gekennzeichnet durch die hohe gefaltete Glaskuppel, die von den Dresdnern "Zitronenpresse" genannt wird.

Insgesamt sechs Räume (vier davon unter dem "Oktogon"), stehen nun mit ca. 800 qm für Präsentationen der Hochschule zur Verfügung. Bereits zur Erbauungszeit der Hochschule (1887 - 1894) waren die Räume des Oktogons für Ausstellungen vorgesehen. Der zentrale Kuppelraum diente gleichzeitig als Aula der Akademie.

Der Ausstellungstrakt war ursprünglich bedeutend größer; das weitere Ausstellungsgebäude öffnet sich zur Brühlschen Terrasse hin mit einem tempelförmigen Portikus. Diese Räume werden augenblicklich saniert und unterstehen nicht der Hochschule.

Man gelangt zu den Ausstellungsräumen der Hochschule vom Georg-Treu-Platz aus über eine doppelläufige Treppe und betritt das Vestibül. Hier befindet sich die Kasse und die Garderobe, wie auch ein kleiner "Artstore", der in Anlehnung an die Räumlichkeiten "Oktoshop" genannt wird.

Vom Vestibül aus betritt man in den zentralen Kuppelraum über achteckigem Grundriß. Diesem imposanten Kuppelraum verdankt der Ausstellungstrakt seinen Namen "Oktogon". Im Zentralraum wie auch schon im Vestibül wird die Sanierungskonzeption der Räume ablesbar. Bewusst zeigen die Wände ihre Verletzungen und die Spuren der Zerstörung. Die noch vorhandenen Putzfragmente wurden gefestigt, die Fehlstellen ziegelsichtig belassen. Auch das wuchtige abschließende Kranzgesims, das in etwa 11 Metern Höhe ansetzt, weist seine Geschichte aus. Über dem Kranzgesims ist eine massive Staubdecke aus Glas eingezogen, darüber erhebt sich die Kuppelkonstruktion aus Glas und Stahl.

Das Oktogon wird beidseitig von spiegelsymmetrisch angelegten Räumen über fünfeckigem Grundriss flankiert. Im Gegensatz zum Oktogon folgen die Pentagone einem etwas weitergehenden Wiederherstellungskonzept. Hier wurden die Wände neu verputzt und mit einem weißem Kalkanstrich versehen. Die nach oben abschließenden Kranzgesimse sind in ihrer Fragmentiertheit konserviert worden. Beiden Pentagonen ist zur Außenfront hin jeweils eine loggiaartiger Raum vorgelagert. Diese kleineren Räume sind im Grundriss quer gelagert und werden an den beiden Schmalseiten je mit Apsiden abgeschlossen.

Dem Innenhof des Akademiegebäudes zugewandt ist der abschließende Raum des Ausstellungsgebäudes. Hier war ursprünglich die Bibliothek der Hochschule beherbergt. In diesem Raum sind die Wände zur Gänze ziegelsteinsichtig.

www.hfbk-dresden.de


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